zweitrangig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungzweit-ran-gig (computergeneriert)
Wortzerlegungzweite-rangig
eWDG, 1977

Bedeutung

siehe auch zweitklassig
Beispiele:
zweitrangige Aufgaben, Fragen
etw. ist für uns nur von zweitrangiger Bedeutung

Thesaurus

Synonymgruppe
Neben... · ↗auch · ↗beiläufig · ↗ebenfalls · ↗nachrangig · ↗nebensächlich · ↗sekundär · ↗untergeordnet · zweitrangig  ●  unter ferner liefen  ugs. · zweite Geige  ugs., fig.
Synonymgruppe
in den Hintergrund geraten · ↗unwichtig · zur Bedeutungslosigkeit absinken · zweitrangig
Synonymgruppe
(mit etwas) hat es nicht viel auf sich · Bagatell... · Neben... · ↗Nebensache · Rand... · Zweit... · ↗bedeutungslos · ↗belanglos · ↗egal · ↗irrelevant · kleiner · ↗marginal · ↗nachgeordnet · ↗nachrangig · ↗nebensächlich · nicht (weiter) der Rede wert · nicht entscheidend · nicht ins Gewicht fallend · nicht von Interesse · nicht wichtig · ↗nichtssagend · ohne Belang · ↗peripher · ↗sekundär · ↗unbedeutend · ↗unbeträchtlich · ↗unerheblich · ↗uninteressant · ↗unmaßgeblich · ↗unwesentlich · ↗vernachlässigbar · von untergeordneter Bedeutung · zu vernachlässigen · zweitrangig  ●  ↗unwichtig  Hauptform · Sonst hast du keine Probleme?  ugs., Spruch · kannste vergessen  ugs. · keinen Schuss Pulver wert  ugs. · kleiner Fisch  ugs., fig. · sei's drum  ugs. · unter "ferner liefen" (kommen)  ugs.
Assoziationen
  • meinethalben · wenn es denn sein muss · wie Sie meinen · wie du meinst · wie du willst  ●  ↗meinetwegen (halbherzig zustimmend)  Hauptform · (es) soll mir recht sein  ugs. · geht (schon) in Ordnung  ugs. · in Gottes Namen  ugs. · ist (schon) in Ordnung  ugs. · mir soll's recht sein  ugs. · na schön  ugs. · ↗ruhig  ugs. · schon okay  ugs. · soll er (ruhig) machen ...  ugs. · soll er doch ...  ugs. · soll sie doch ...  ugs. · von mir aus  ugs. · wenn Sie meinen ...  ugs. · wenn du meinst ...  ugs.
  • (jemanden) nicht (im Geringsten) interessieren · im Grunde verachten · nur ein müdes Lächeln übrig haben für
  • (jemandem) einerlei sein · (jemandem) gleichgültig sein · (jemanden) gleichgültig lassen · (jemanden) nicht interessieren · (jemanden) nicht nervös machen · (jemanden) nicht tangieren · (jemanden) nichts angehen · (mit etwas) nichts zu tun haben · (sich) nicht scheren um · (völlig) kalt lassen · keinen Wert legen auf · mit den Achseln zucken · nichts am Hut haben (mit)  ●  ↗(an jemandem) abprallen  fig. · (jemandem) egal sein  Hauptform · (jemandem) nicht den Schlaf rauben  fig. · (jemanden) nicht kümmern  veraltend · (jemanden) nicht unruhig schlafen lassen  fig. · (herzlich) egal sein  ugs. · (jemandem) (glatt / direkt) am Arsch vorbeigehen  derb · (jemandem) Latte sein  ugs. · (jemandem) latte sein  ugs. · (jemandem) piepegal sein  ugs. · (jemandem) scheißegal sein  derb · (jemandem) schnuppe sein  ugs. · (jemandem) schnurz sein  ugs. · (jemandem) schnurzpiepe sein  ugs. · (jemandem) sowas von egal sein  ugs. · (jemandem) wumpe sein  ugs., regional · (jemandem) wurscht sein  ugs. · (jemanden) nicht anfechten  geh., veraltend · (jemanden) nicht die Bohne interessieren  ugs., Redensart · (jemanden) nicht jucken  ugs. · (jemanden) nicht kratzen  ugs. · (jemanden) nicht scheren  geh., veraltend · (jemanden) nur peripher tangieren  geh. · (sich) nicht (weiter) kümmern um  ugs. · Scheiß der Hund drauf.  derb · Scheiß drauf!  vulg. · das kannst du deinem Frisör erzählen  ugs., Spruch · das tangiert mich (äußerst) peripher  geh., Spruch · den lieben Gott einen guten Mann sein lassen  ugs., Redensart · drauf scheißen  vulg. · erzähl das der Parkuhr  ugs., veraltet · keinen gesteigerten Wert legen auf  ugs. · nichts geben auf  ugs. · sprich zu meiner Hand  ugs., Spruch
  • (mit etwas) ist (auch) keinem geholfen · wirkungslos verpuffen  ●  (auch) verzichten können auf  ugs. · (den) Kohl (auch) nicht fett machen  ugs. · (es) kommt nichts (Gescheites) heraus (bei)  ugs. · nicht (richtig) weiterhelfen  ugs. · nicht viel bringen  ugs. · nichts bringen  ugs., salopp
  • bedeutungsleer · ↗gehaltlos · ↗inhaltsarm · ↗inhaltsleer · ohne Substanz · ↗substanzlos  ●  ↗sinnentleert  geh. · ↗substanzarm  geh.
  • Bagatelle · ↗Banalität · ↗Belanglosigkeit · ↗Geringfügigkeit · ↗Kleinigkeit · ↗Lappalie · ↗Nebensache · ↗Nebensächlichkeit · ↗Nichtigkeit · ↗Petitesse · Unwichtiges · ↗Unwichtigkeit · keine große Geschichte · keine große Sache  ●  Sturm im Wasserglas  fig. · ↗Fliegenschiss  derb, fig. · ↗Kiki  ugs. · ↗Kinkerlitzchen  ugs. · ↗Kleckerkram  ugs. · Kleinkleckerkram  ugs. · ↗Kleinkram  ugs. · ↗Marginalie  geh. · ↗Peanuts  ugs., engl. · ↗Pillepalle  ugs. · ↗Pipifax  ugs. · ↗Quisquilien (Plur., lat.)  geh. · Schnullibulli  ugs. · Tüddelkram  ugs., norddeutsch, variabel
  • noch nicht spruchreif · ↗verfrüht  ●  ungelegte Eier  ugs.
  • kleines Licht · kleines Rädchen im Getriebe
  • (unwichtige) Begleiterscheinung · ↗Nebensache · ↗Nebensächlichkeit · ↗Randerscheinung · Randphänomen
  • (sich) fehl am Platz fühlen · (sich) nicht beachtet fühlen · (sich) vernachlässigt fühlen · (sich) vorkommen wie das fünfte Rad am Wagen · (sich) überflüssig vorkommen
  • Belangloses · Belanglosigkeiten · ↗Nebensächlichkeit(en) · Trivia · Vermischtes · am Rande notiert · aus der Enzyklopädie des unnützen Wissens · dies und das · kurz und uninteressant
  • nicht (so) wichtig · nicht erforderlich · nicht nötig · ↗unwichtig · ↗verzichtbar · ↗überflüssig  ●  ↗unnötig  Hauptform · ↗entbehrlich  geh. · muss nicht sein  ugs. · nicht brauchen (zu)  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aussehen Bedeutung Darlehen Erwägung Frage Hypothekendarlehen Nationalität Pfandrecht Post Ressort Rolle allenfalls beinahe bestenfalls dabei demgegenüber eher einstufen erstmal fast kapitalisiert keineswegs letztlich ohnehin somit sowieso vergleichsweise vorerst zunächst zurzeit

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zweitrangig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine Zeit ist abgelaufen, ob er jetzt abtritt - oder erst in zwei Jahren - ist zweitrangig.
Die Welt, 13.06.2000
Schließlich sind alle Fragen, die heute noch offen sind, zweitrangig.
Der Tagesspiegel, 07.12.1996
Die währungspolitischen Instrumente der Integration bleiben auch für den Rest dieses Jahrzehnts - hinter der zentralen Planung - zweitrangig.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - R. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 8938
Daß jedes Kind daraus auch einen gewissen Nutzen für sich selbst ziehen kann, ist eine zweitrangige Frage.
Werner, Reiner: Das verhaltensgestörte Kind, Berlin: Dt. Verl. d. Wiss. 1973 [1967], S. 188
Weltanschauliche Begründungen waren dabei zunächst eher zweitrangig, wurden aber in der Folge sehr wirkungsvoll.
o. A.: Enzyklopädie des Nationalsozialismus - R. In: Enzyklopädie des Nationalsozialismus, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 25891
Zitationshilfe
„zweitrangig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/zweitrangig>, abgerufen am 20.05.2019.

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