zweiflerisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungzweif-le-risch
WortzerlegungZweifler-isch
eWDG, 1977

Bedeutung

im Zweifel, voller Zweifel
Beispiele:
Prackwitz wiegte zweiflerisch den Kopf und wollte etwas einwenden [FalladaWolf1,72]
Es wird sicher nichts damit werden, dachte Bertin zweiflerisch [A. ZweigJunge Frau14]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eines Tages pochte Bracke zweiflerisch an das Tor des Klosters.
Klabund: Bracke. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 2325
Diese zweiflerischen Fragen stellten sich zum ersten Mal im Zusammenhang mit der Deutschlandpolitik.
Die Zeit, 11.02.1985, Nr. 06
Da rief die Stimme des Meisters seine Bußgesellen zurück und sie zerriß auch das zweiflerische Bangen des Volkes.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 119
Auch der aufflackernde Antisemitismus ist nicht ausschlaggebend für das zweiflerische Selbstverständnis deutscher Juden; ihn gibt es in anderen europäischen Staaten auch.
Süddeutsche Zeitung, 28.01.2003
Diese führten, zwar nicht durch zweiflerische Tendenzen, sondern durch schrankenlosen Glauben an das Recht der Genialität, zur Aufhebung aller festen Grundsätze und Kriterien der Beurteilung.
Benjamin, Walter: Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.) Gesammelte Schriften, Bd. 1,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1920], S. 45
Zitationshilfe
„zweiflerisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/zweiflerisch>, abgerufen am 13.11.2019.

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