zueignen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungzu-eig-nen
Grundformeignen2
Wortbildung mit ›zueignen‹ als Erstglied: ↗Zueignung
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
gehoben jmdm. etw. widmen
Beispiel:
der Dichter hatte sein Werk seinen Kindern zugeeignet
2.
Jura sich widerrechtlich etw. aneignen, etw. widerrechtlich in seinen Besitz nehmen
Beispiel:
der Angeklagte hatte sich etwa 1 000 Euro unrechtmäßig zugeeignet

Thesaurus

Synonymgruppe
beschenken · ↗bescheren · ↗gewähren · ↗hingeben · ↗schenken · ↗spendieren · ↗springenlassen (Geld) · ↗widmen · zueignen · ↗zuwenden · ↗überantworten · ↗übergeben · ↗überlassen · ↗überreichen  ●  ↗springen lassen (Geld)  ugs.
Assoziationen
  • (etwas) für jemanden bestimmt haben · (für jemanden) vorgesehen sein · (jemandem etwas) geben wollen · (jemandem etwas) zugedacht haben  ●  (jemandem etwas) zueignen  geh.
Synonymgruppe
(einfach) mitnehmen · ↗(sich) (ungerechtfertigterweise) aneignen · ↗(sich) einverleiben · (sich) vergreifen an · (ungerechtfertigterweise) in seinen Besitz bringen · an sich bringen · an sich nehmen · ↗einheimsen · ↗erbeuten · ↗erjagen · zugespielt bekommen  ●  (sich) zueignen  juristisch · ↗kapern  fig. · (einen) Fitsch machen  ugs., rheinisch · (sich an etwas) gesund stoßen  ugs. · ↗(sich) (einfach) nehmen  ugs. · (sich) an Land ziehen  ugs. · ↗(sich) grabschen  ugs. · ↗(sich) grapschen  ugs. · ↗(sich) greifen  ugs. · ↗(sich) gönnen  ugs. · ↗(sich) krallen  ugs. · (sich) reinpfeifen  ugs. · ↗(sich) reinziehen  ugs. · ↗(sich) schnappen  ugs. · (sich) unter den Nagel reißen  ugs. · ↗abgreifen  ugs. · ↗absahnen  ugs. · ↗abstauben (u.a. Sport)  ugs. · ↗einsacken  ugs. · ↗einstreichen  ugs. · ↗ergattern  ugs. · ↗erwischen  ugs. · mitgehen lassen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(etwas) für jemanden bestimmt haben · (für jemanden) vorgesehen sein · (jemandem etwas) geben wollen · (jemandem etwas) zugedacht haben  ●  (jemandem etwas) zueignen  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

eignen rechtswidrig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›zueignen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, dieselbe sich rechtswidrig zuzueignen, wird wegen Diebstahls mit Gefängnis bestraft.
Zimmermann, Theo: Der praktische Rechtsberater, Gütersloh: Bertelsmann [1968] [1957], S. 474
Sie haben Ihr Buch der Mutter zugeeignet „Für unsere Meni“.
Die Zeit, 24.03.1989, Nr. 13
Er hatte nicht die Absicht, die Kunstwerke sich oder einem anderen zuzueignen.
o. A.: Einhundertfünfundsiebzigster Tag. Mittwoch, 10. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 13187
Nur unerfahrene Autoren neigen dazu, ihre Opera den Geliebten des Augenblicks zuzueignen.
Der Tagesspiegel, 13.01.2002
Man wäre töricht, wollte man nicht an all den Neuerfindungen und Verbesserungen teilnehmen und sich das als praktisch Erwiesene zueignen.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 17771
Zitationshilfe
„zueignen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/zueignen>, abgerufen am 16.10.2019.

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