zu Grunde

Alternative Schreibungzugrunde
GrammatikAdverb (in Verbindung mit »gehen«, »legen«, »liegen«, »richten«)
Worttrennungzu Grun-de · zu-grun-de
formal verwandt mitGrund
Rechtschreibregeln§ 39 (E3.1)
eWDG, 1977

Bedeutungen

jmd. geht (an etw.) zu Grundejmd. kommt (durch etw.) ums Leben, stirbt
Beispiele:
er ist an der Schwindsucht, den Strapazen der Expedition zu Grunde gegangen
sie wollte lieber mit ihrem Mann gemeinsam zu Grunde gehen, als dass sie sich allein gerettet hätte
bildlich
Beispiele:
ihre lange Freundschaft ist an einem törichten Streit, ihre gute Ehe an seiner Treulosigkeit zu Grunde gegangen (= zerbrochen)
diese gewagte Theorie ist an ihren Widersprüchen zu Grunde gegangen
das Haus ist bei den Kampfhandlungen zu Grunde gegangen (= zerstört worden)
umgangssprachlich, spöttisch, sprichwörtlich nobel geht die Welt zu Grunde (= wird gesagt bei großer Verschwendung)
Historisch gesehen muß und wird der Kapitalismus an sich selbst zugrunde gehen (= untergehen) [Thälm.Reden2,524]
etw. zu Grunde legenetw. als Grundlage benutzen, nehmen
Beispiele:
er hatte seinem Aufsatz ein Zitat von Ernst Bloch zu Grunde gelegt
wenn wir nur die bereits bekannten Daten zu Grunde legen, können wir das Problem nicht lösen
zu Grunde liegenGrund, Grundlage für etw. sein
Beispiele:
seiner Darstellung lag ein amtlicher Bericht zu Grunde
den Worten des Lehrers lag ein versöhnender Sinn zu Grunde
jmdn., etw. zu Grunde richtenjmdn., etw. ins Verderben bringen, stürzen
Beispiele:
der Umgang mit leichtfertigen Personen hat ihn zu Grunde gerichtet
solche Belastungen müssen einen Menschen zu Grunde richten
Zwölf kurze Jahre haben genügt, Deutschland zugrunde zu richten [KästnerKennst du das Land7]
Zitationshilfe
„zu Grunde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/zu Grunde>, abgerufen am 21.08.2019.

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