wutschnaubend

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungwut-schnau-bend
formal verwandt mitschnauben
Rechtschreibregeln§ 36 (1.1)
eWDG, 1977

Bedeutung

Synonym zu wutbebend
Beispiel:
jmdn. wutschnaubend verfolgen

Thesaurus

Synonymgruppe
außer sich (vor Wut) · ↗bitterböse · ↗blindwütig · ↗fuchsteufelswild · in blinder Wut · in maßloser Wut · ↗rasend · ↗tobsüchtig · vor Wut schäumen(d) · wie eine Furie · ↗wutentbrannt · wutschnaubend  ●  auf 180  ugs. · auf hundertachtzig  ugs. · kurz vorm Explodieren (sein)  ugs. · mordssauer  ugs. · ↗stinksauer  ugs. · ↗stinkwütend  ugs. · ↗stocksauer  ugs.
Assoziationen
  • Randale machen · ↗herumtoben · ↗herumwüten · ↗randalieren · ↗toben · ↗wüten  ●  Amok laufen  ugs. · ↗ausrasten  ugs. · ↗austicken  ugs. · ↗berserkern  geh., selten · ↗rumtoben  ugs. · rumwüten  ugs. · verrückt spielen  ugs.
  • (einen) Wutanfall kriegen · ↗(sich) vergessen · die Beherrschung verlieren · die Nerven verlieren · ↗herumwüten · verrückt werden  ●  ↗explodieren  fig. · (beinahe) platzen (vor Wut)  ugs. · (quasi) Schaum vorm Mund haben  ugs. · Gift und Galle spucken  ugs. · ↗abgehen  ugs. · abspacen  ugs. · an die Decke gehen  ugs., fig. · aus der Haut fahren  ugs. · ↗ausflippen  ugs. · ↗ausklinken  ugs. · ↗ausrasten  ugs. · ↗austicken  ugs. · auszucken  ugs., österr. · ↗durchdrehen  ugs. · einen Rappel kriegen  ugs. · einen Tobsuchtsanfall kriegen  ugs. · hochgehen wie ein HB-Männchen  ugs. · hochgehen wie eine Rakete  ugs. · vor Wut schäumen  ugs., fig. · ↗überschnappen  ugs.
  • bitterböse (Blick) · ↗giftig · strafend (Blick)  ●  Wenn Blicke töten könnten ...  ugs., Spruch
  • (einen) Hass haben auf · ↗aggressiv · ↗aufgebracht · ↗empört · erbost · in Rage · ↗wütend · ↗zornig  ●  (jemandem) gram sein  veraltet · ↗böse  Kindersprache · angepisst  derb · einen Hals haben  ugs. · eingeschnappt  ugs. · erzürnt  geh. · ↗fuchtig  ugs. · ↗geladen  ugs. · in Brast  ugs., regional · in heiligem Zorn  ugs. · ↗indigniert  geh. · ↗pissig  derb · sickig  ugs. · so eine Krawatte haben (+ Geste)  ugs. · so einen Hals haben (+ Geste)  ugs. · ↗stinkig  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Stier stapfen stürmen verlassen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wutschnaubend‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann verließen alle, teils wutschnaubend, teils deprimiert die geplatzte Versammlung.
Der Tagesspiegel, 16.10.2001
Beispielsweise konnte er sich in Schweigen hüllen, als man uns wutschnaubend wegen Entscheidungen kritisierte, an denen er selbst mitgewirkt hatte.
Die Zeit, 30.08.1991, Nr. 36
Jetzt sprang ich zornbebend und wutschnaubend auf die Füße und lief drei Schritt auf ihn zu.
Ernst, Otto: Appelschnut, Rostock: Hirnstoff 1989 [1907], S. 141
Sie reckte das Kinn vor, stülpte die Lippen, stemmte die Hände in die Taille und nahm Haltung und Gebaren eines wutschnaubenden Mussolini an.
Knef, Hildegard: Der geschenkte Gaul, Berlin: Ullstein 1999 [1970], S. 200
Kaum war ich aus der Feier heimgekehrt, als Frau von Liebermann wutschnaubend bei meiner Mutter erschien - und die ärgsten Prügel meines Lebens waren die Wirkung.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 2959
Zitationshilfe
„wutschnaubend“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/wutschnaubend>, abgerufen am 22.10.2019.

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