wuscheln

Aussprache
Worttrennungwu-scheln (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

landschaftlich mit der Hand durch die vollen Haare fahren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wusch · wuschen · wuscheln · wuschig · Wuschel · wuschelig · Wuschelkopf
wusch Interjektion ‘husch!’, laut- und bewegungsnachahmend wie zugehöriges wuschen Vb. ‘sich schnell und huschend bewegen’ (18. Jh.), mit Vokalrundung neben ↗wischen, s. d. In iterativer Weiterbildung wuscheln Vb. ‘(ver)wirren, (zer)zausen’ (berlin. um 1900). wuschig Adj. ‘fahrig, unbekümmert, unordentlich’ (19. Jh.). Wuschel m. ‘Strähne, Locke, Haarschopf’ (20. Jh.). wuschelig Adj. ‘zerzaust, lockig’, auch ‘fahrig, durcheinander’ (20. Jh.). Wuschelkopf m. (20. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Haar

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wuscheln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da lacht auch der Major, schallend lacht er und wuschelt mir mit der Hand einmal kreuz und quer durch die Haare.
Die Zeit, 12.03.1953, Nr. 11
Seine Haare wuscheln sich auf dem Kopf wie ein verwüstetes Vogelnest.
Der Tagesspiegel, 11.12.2001
Am Sonntag wuschelt es in Eberswalde - an einem zauberhaften Ort.
Bild, 17.05.2003
Und dann wuschelte Häßler ihm auch noch entschuldigend durchs dunkle Haupthaar.
Süddeutsche Zeitung, 09.08.1999
Als knuffiger Sympathieträger bindet "Wuschel" die Zuschauer an "Brisant" und hebt es von anderen Boulevard-Magazinen ab.
Die Welt, 07.09.1999
Zitationshilfe
„wuscheln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/wuscheln>, abgerufen am 15.10.2019.

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