wulstig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungwuls-tig (computergeneriert)
WortzerlegungWulst-ig
eWDG, 1977

Bedeutung

einen Wulst bildend
Beispiele:
wulstige (= aufgeworfene) Lippen
eine wulstige (= klumpige) Eisschicht
die wulstige Kante der Regenrinne (= die vorgewölbte Kante der Regenrinne) [H. KantAula184]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wulst · wulstig
Wulst m. f. ‘gerundete, aufgeworfene Verdickung’, ahd. wulst m. (Hs. 12. Jh.), frühnhd. wulst m. (15. Jh.), spätmhd. wulste f., erst seit dem 16. Jh. geläufig. Herkunft ungewiß. Wohl mit Ablaut und st-Suffix zu dem stark flektierenden Verb ahd. wellan ‘runden, rollen, wälzen’ (s. ↗wallen) und der dort angegebenen Wurzel ie. *u̯el(ə)-, *u̯lē- ‘drehen, winden, wälzen’ gebildet. Wulst bezeichnet eine Erhebung, Verdickung, Geschwulst am Körper, eine verstärkte Umrandung an Gefäßen und besonders (16. bis 19. Jh.) in der Damenmode ein bauschendes, zusammengerolltes oder -gebundenes Polster für Haartracht, Kopfbedeckung oder Kleider. wulstig Adj. ‘aufgebauscht, geschwollen, dick’ (Anfang 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
angeschwollen · ↗bauschig · ↗dick · gebauscht · ↗geschwollen · wulstig

Typische Verbindungen
computergeneriert

Augenbraue Braue Finger Gebilde Lippe Nacken Narbe Narben Nase Rand Schädel Stirn Unterlippe dick

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wulstig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit dem wulstigen Mantel auf dem Arm drängte ich mich ihm hinterher.
Hein, Christoph: Drachenblut, Darmstadt: Luchterhand 1983 [1982], S. 5
Unter seinem Kinn ziehen sich zwei wulstige Narben von Ohr zu Ohr.
Die Zeit, 13.07.1979, Nr. 29
Knubbelige Nase, wulstige Lippen - nur bei den Haaren sind sich die Forscher nicht ganz sicher.
Bild, 31.08.2004
Schon schob sich die wulstig zähe Masse über seine Knie.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 207
Aber die Bewegungen seiner wulstig aneinander gedrückten Lippen zeigten offenbar, daß er nichts verstehen konnte.
Kafka, Franz: In der Strafkolonie. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1914], S. 3406
Zitationshilfe
„wulstig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/wulstig>, abgerufen am 23.05.2019.

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