windschief

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungwind-schief (computergeneriert)
WortzerlegungWindschief
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
(oft) abwertend nicht (mehr) richtig gerade, aufrecht, sondern schief verzogen
2.
Geometrie von Geraden im Raum   nicht parallel und sich nicht schneidend
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

windschief Adj. ‘krumm, nach einer Seite geneigt’ (17. Jh.), zu ↗winden ‘drehen’ (s. d.) gebildet, daher eigentlich ‘schiefgewunden’; anfangs auf Bäume mit gedrehten, krummen, schraubenförmig gewachsenen Stämmen bezogen. Ähnlich gleichbed. windschelch (16. Jh.), zu bair. schelch ‘schief’. Vgl. frühnhd. windeht ‘gewunden’ (15. Jh.) sowie anord. vindr ‘schief, gewunden’, schwed. vind ‘schief, verzogen’, got. inwinds ‘verkehrt, ungerecht’.

Thesaurus

Synonymgruppe
krumm · schief · verbogen · verzogen · ↗wellig · windschief  ●  krumm und schief  ugs.
Assoziationen
  • Banane · Dessertbanane · Obstbanane  ●  Affenbrot  ugs. · Affeneis  ugs. · Affenhandy  ugs. · Affenknacker  ugs. · Affenkotelett  ugs. · Affenschnitzel  ugs. · Affensteak  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baracke Baum Blechhütte Bretterbude Dach Fachwerkhaus Fassade Fenster Haus Holzhaus Holzhütte Hütte Kiefer Kiosk Konstruktion Kreuz Lehmhütte Regal Scheune Schild Wand vorbeilaufen winzig ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›windschief‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie haben sich ihm gezeigt bis hin zu ihren windschiefen Liedern.
Die Zeit, 06.08.2001, Nr. 32
Windschiefe Hütten ducken sich in großen Teilen des Viertels aneinander.
Die Welt, 10.07.1999
Zwischen den mit verbrauchtem Kriegsmaterial gefüllten Trichtern staken die windschiefen Kreuze verfallener Gräber.
Jünger, Ernst: In Stahlgewittern, Stuttgart: Klett-Cotta 1994 [1920], S. 217
Das "rein mathematische" Verhältnis als solches ist ein leerlaufendes Verhältnis und steht windschief zur realen Welt.
Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 80
Es hatte ein wundervoll windschiefes Dach, einen krummen Schornstein und klapprige Fensterläden.
Preußler, Otfried: Die kleine Hexe, Stuttgart: Thienemann 1980 [1957], S. 379
Zitationshilfe
„windschief“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/windschief>, abgerufen am 23.05.2019.

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