widersetzlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungwi-der-setz-lich (computergeneriert)
Wortzerlegungwidersetzen-lich
Wortbildung mit ›widersetzlich‹ als Erstglied: ↗Widersetzlichkeit
eWDG, 1977

Bedeutung

gehoben, veraltend
1.
widerspenstig
Beispiele:
das Kind zeigte sich widersetzlich, ist widersetzlich und daher schwer zu erziehen
er bekam einen Auftrag, zeigte sich aber widersetzlich (= widersetzte sich)
Er war ein widersetzlicher Bursche gewesen [UhseBertram154]
Der Offizier schlug dem Widersetzlichen mit geballter Faust ins Angesicht [JahnnHolzschiff245]
2.
Widerstand zum Ausdruck bringend
Beispiele:
er sprach in einem widersetzlichen Ton, war in einer widersetzlichen Stimmung
widersetzliche Gedanken

Thesaurus

Synonymgruppe
aufrührerisch · ↗aufständisch · ↗eigensinnig · ↗meuterisch · ↗rebellisch · ↗tumultuarisch · widersetzlich  ●  ↗sperrig  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
obstruktiv · widersetzlich
Synonymgruppe
renitent · ↗wehrhaft · widersetzlich · ↗widerspenstig
Synonymgruppe
(ein) sturer Bock (sein) · ↗bockbeinig · ↗bockig · ↗dickköpfig · ↗dickschädelig · stur wie ein Bock · stur wie ein Esel · ↗trotzig · unfügsam · ↗widerborstig · widersetzlich · ↗widerspenstig  ●  ↗störrisch  Hauptform · ↗unduldsam  geh.
Assoziationen
Antonyme
  • widersetzlich
Synonymgruppe
aufmüpfig · ↗aufsässig · ↗dickköpfig · ↗eigensinnig · ↗renitent · ↗respektlos · ↗trotzig · ↗unartig · ↗unbotmäßig · ↗ungehorsam · widersetzlich  ●  ↗zickig  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In diesem Fall war es nämlich eine für den Westen unbrauchbare Armut, brauchbar nur für widersetzliche staatliche Ambitionen, also ein Unrecht.
o. A.: DIE VERBRECHEN DES NICOLAE CEAUSESCU. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1990]
Der Mann da drinnen war ein widersetzlicher Schüler, der nicht zu "fassen" war.
Mann, Heinrich: Professor Unrat, Berlin: Aufbau-Verl. 1958 [1905], S. 22
Wie er damals zu Protokoll gab, wollte er nicht »unfreundlich, unhöflich, undankbar oder widersetzlich« erscheinen.
konkret, 1988
Wo ’s doch überall haperte, seit der Mensch auf den Plan getreten war, ichsüchtig und widersetzlich.
Die Zeit, 28.06.1991, Nr. 27
Der Offizier wurde zornig und befahl seinen Leuten, den widersetzlichen Kerl zu zwingen, nötigenfalls ihm den Kopf vom Rumpfe zu schlagen.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 431
Zitationshilfe
„widersetzlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/widersetzlich>, abgerufen am 19.05.2019.

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