wegsterben

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungweg-ster-ben (computergeneriert)
Wortzerlegungweg-sterben
eWDG, 1977

Bedeutung

sterben
Beispiel:
daß Kinder an Krämpfen und Husten wegstarben [Seghers2,157]
umgangssprachlich jmd. stirbt jmdm. weg
Beispiele:
ihm ist vor kurzem die Frau weggestorben
ihm sind die Eltern früh, kurz nacheinander weggestorben

Thesaurus

Synonymgruppe
(die) Augen für immer schließen · (jemandem) schlägt die Stunde · (jemandes) letztes Stündlein hat geschlagen · ↗ableben · das Zeitliche segnen · den Tod erleiden · ↗erlöschen · in den letzten Zügen liegen · in die ewigen Jagdgründe eingehen · sein Leben aushauchen · sein Leben lassen · seinen Geist aushauchen · ↗verdämmern · ↗verscheiden · ↗versterben · wegsterben  ●  (die) Reihen lichten sich  fig. · ↗abtreten  fig. · aus dem Leben scheiden  fig. · ↗dahinscheiden  verhüllend · ↗davongehen  fig. · ↗entschlafen  fig., verhüllend · ↗fallen  militärisch · ↗gehen  verhüllend · sanft entschlafen  verhüllend, fig. · seinen letzten Gang gehen  fig. · sterben  Hauptform · uns verlassen  verhüllend · von der Bühne des Lebens abtreten  fig. · von uns gehen  fig. · über die Klinge springen (lassen)  salopp · (den) Arsch zukneifen  vulg., fig. · (den) Löffel abgeben  ugs., fig., salopp · (den) Weg allen Fleisches gehen  geh. · (seine) letzte Fahrt antreten  ugs., fig. · ↗dahingehen  geh., verhüllend · dahingerafft werden (von)  ugs. · den Geist aufgeben  ugs. · die Hufe hochreißen  derb, fig. · dran glauben (müssen)  ugs. · in die Grube fahren  ugs., fig. · ins Gras beißen  ugs., fig. · seinen Geist aufgeben  ugs. · vor seinen Richter treten  geh., fig. · vor seinen Schöpfer treten  geh., fig.
Unterbegriffe
  • eines natürlichen Todes sterben · keines gewaltsamen Todes sterben
  • den nassen Tod erleiden · den nassen Tod finden · ↗ersaufen · in den Fluten umkommen · ↗untergehen  ●  ↗ertrinken  Hauptform · ↗absaufen  ugs. · ↗versaufen  derb
  • (den) Hungertod sterben · an Nahrungsmangel zugrunde gehen · bei/in einer Hungersnot umkommen · vor Hunger sterben  ●  ↗verhungern  Hauptform · hungers sterben  geh., veraltet
  • abkratzen  derb · ↗abnippeln  derb · elendig sterben  derb · elendig verrecken  derb · ↗hopsgehen  derb · ↗krepieren  ugs. · ↗verrecken  derb
  • aus dem Leben gerissen werden · aus der Mitte des Lebens gerissen werden · in Schönheit sterben · mit wehenden Fahnen untergehen  ●  jung sterben  Hauptform
  • ersticken
  • abkacken  derb · ↗abkratzen  derb, Hauptform · ↗abnibbeln  derb · ↗abnippeln  derb · ↗abschrammen  derb · den Arsch zukneifen  derb · ↗hopsgehen  ugs., salopp
  • (den) Tod finden · ↗(ein) Opfer (des / der ...) werden · (jemanden) das Leben kosten · (sein) Leben lassen · (sein) Leben verlieren · es gibt (...) Tote · getötet werden · tödlich verunglücken · ↗umkommen · ums Leben kommen  ●  draußen bleiben  veraltend, historisch · zu Tode kommen  Hauptform · ↗(jemanden) dahinraffen  geh. · dahingerafft werden  geh. · ↗draufgehen  ugs., salopp · ↗hopsgehen  ugs., salopp · tot bleiben  ugs., regional, veraltet · vor die Hunde gehen  ugs., sprichwörtlich · über den Deister gehen  ugs., salopp, norddeutsch · über den Jordan gehen  ugs., salopp · über die Wupper gehen  ugs., regional, salopp
  • an Blutverlust sterben  ●  ↗verbluten  Hauptform
  • (den) Kältetod erleiden · ↗erfrieren
  • über den Deister gehen (norddt.)  ugs. · über den Jordan gehen  ugs. · über die Klinge springen  ugs.
  • (sein) Leben geben · (sein) Leben opfern · ↗(sich) opfern
  • (seinen Verletzungen, einem Leiden) erliegen · dahingerafft werden (von)  ●  sterben an  Hauptform
  • an Wassermangel zugrunde gehen  ●  ↗verdursten  Hauptform
  • (ur)plötzlich sterben · plötzlich tot sein · tot umfallen
  • als er ans Sterben kam · als er nun sterben sollte · als er sich zur letzten Ruhe begab · als er sich zur letzten Ruhe bettete
Assoziationen
  • auf dem Feld der Ehre gefallen (pathetisch) · auf dem Feld der Ehre sein Leben gelassen · den Heldentod gestorben (pathetisch) · ↗gefallen · getötet worden  ●  draußen geblieben  ugs., Jargon
  • (seinen Verletzungen) erlegen · aus dem Leben geschieden · dahingegangen · dahingeschieden · gestorben · mit jemandem ist es aus · nicht mehr sein · nicht mehr unter den Lebenden · nicht mehr unter uns (weilen) · seligen Angedenkens (nachgestellt) · seligen Gedenkens (nachgestellt) · ↗tot · tot und begraben (Verstärkung) · ↗verschieden · ↗verstorben  ●  draußen geblieben  militärisch · ↗gefallen  militärisch · hat uns verlassen  verhüllend, fig. · ↗selig (nachgestellt)  veraltet · von uns gegangen  verhüllend, fig. · (jemand) hat es hinter sich  derb · draufgegangen (bei)  ugs. · gehimmelt  ugs. · ↗mausetot  ugs. · unterm Torf  ugs., salopp, fig. · verblichen  geh. · weg vom Fenster  ugs., fig.
  • (den) Freitod wählen · (die) (letzte) Konsequenz ziehen · (sein) Leben wegwerfen · ↗(sich) (selbst) richten · ↗(sich) (selbst) töten · ↗(sich) (selbst) umbringen · (sich) das Leben nehmen · (sich) etwas antun · (sich) vom Leben zum Tode befördern · Hand an sich legen · Selbstmord begehen · Suizid begehen · durch eigene Hand sterben · seinem Leben ein Ende machen · seinem Leben ein Ende setzen  ●  (sich selbst) (den) Garaus machen  geh. · (sich) den Tod geben  geh. · (sich) ein Leid antun (lit.)  geh. · (sich) ein Leids antun (lit.)  geh., verhüllend · ↗(sich) entleiben  geh.
  • (jemandem) (den) Lebensfaden abschneiden · ↗auslöschen · ↗ermorden · ins Jenseits befördern · ↗killen · ↗meucheln · tot... · ↗umbringen · ums Leben bringen · zum Schweigen bringen · zur Strecke bringen  ●  (jemandem) das Lebenslicht auslöschen  fig., variabel · ↗töten (absichtlich)  Hauptform · (jemandem) den Garaus machen  ugs. · ↗abmurksen  ugs. · ↗abservieren  ugs., salopp · ↗ausknipsen  ugs., fig., salopp · ↗entleiben  geh. · in die ewigen Jagdgründe schicken  ugs. · ins Gras beißen lassen  ugs., fig. · ins Nirwana befördern  ugs. · ↗kaltmachen  ugs. · ↗totmachen  ugs. · um die Ecke bringen  ugs. · ↗umlegen  ugs. · vom Leben zum Tode befördern  geh. · über die Klinge springen lassen  ugs., fig.
  • arbeiten bis zum Schluss · in Ausübung seiner Tätigkeit sterben · in den Sielen sterben · in treuer Pflichterfüllung sterben · jemand arbeitet, bis er tot umfällt
  • (bald) gehen · (es) geht zu Ende (mit jemandem) · (jemandem) wachsen schon Flügel · (jemandes) Tage sind gezählt · es bald hinter sich haben · in den letzten Zügen liegen · mit dem Tode kämpfen  ●  im Sterben liegen  Hauptform · es nicht mehr lange machen  derb
  • knapp überleben · noch einmal mit dem Leben davonkommen · reanimiert werden · von den Toten auferstehen  ●  dem Tod ein Schnippchen schlagen  fig. · dem Tod von der Schippe springen  fig. · ↗wieder auferstehen (von den Toten)  biblisch · beinahe draufgehen bei  derb, variabel
  • Ableben · ↗Abschied · ↗Exitus · Hinscheiden · ↗Lebensende · ↗Sterben · Versterben  ●  ↗(jemandes) Tod  Hauptform · ↗Abberufung  verhüllend, fig. · ↗Heimgang  religiös · ↗Hinschied  schweiz. · ↗Sterbefall  fachspr., Amtsdeutsch
  • absterben (Pflanzen) · ↗verdorren · ↗vertrocknen  ●  ↗eingehen (Pflanzen)  Hauptform · ↗kaputtgehen  ugs.
  • eingehen (Tiere) · ↗krepieren · sterben · ↗verenden
  • Leiche · ↗Leichnam · Toter · sterbliche Hülle · sterbliche Überreste · toter Körper
  • in Massen sterben · in Massen umkommen · massenhaft sterben · sterben wie die Fliegen
  • Abgelebter · Dahingegangener · Dahingeschiedener · Ermordeter · Gefallener · ↗Leiche · Verblichener  ●  Entschlafener  verhüllend · Toter  Hauptform · Verstorbener  Hauptform · Getöteter  geh. · Verschiedener  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alter Fliege Hand Leser Leut Mitglied allmählich buchstäblich einfach langsam reihenweise sterben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wegsterben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch sterben viele hungrige Münder weg, da bleibt mehr für die anderen.
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2003
Und dieser Partner droht der Union auch noch ständig unter der Hand wegzusterben.
Die Welt, 07.07.2000
Aber vergebens, drei starben ihnen noch mitten auf der Straße weg.
Bild, 03.09.1999
Er habe einmal mit der Angeklagten gesprochen und seiner Verwunderung Ausdruck gegeben, daß ihr alle Männer so plötzlich weggestorben seien.
Friedländer, Hugo: Die unglücklichen Ehen. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 25958
Was nützte das in einer Stube mit sieben Kindern und zwei Großmüttern und einem Großvater, aber der Ernährer, ein Maurer, weggestorben.
Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 117
Zitationshilfe
„wegsterben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/wegsterben>, abgerufen am 17.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
wegstemmen
wegstellen
wegstehlen
wegstehen
wegstecken
wegsteuern
wegstibitzen
wegstopfen
wegstoßen
wegstreben