verstellen

verstẹllen /Vb./
1. etw. unzugänglich machen, versperren: d. Tür, Eingang, Ausgang, Durchgang (mit Kisten, Gerümpel) v.; der Korridor war mit Schränken verstellt; die Wände sind durch Bücherregale verstellt (mit Bücherregalen zugestellt, verdeckt) er verstellte mir den Weg (stellte sich mir entgegen und hinderte mich am Weiter-, Vorbeigehen) ein falsch geparkter Wagen verstellte mir die Ausfahrt aus der Garage; mit dem Bau des Hochhauses hat man uns d. Aussicht, Blick auf den nahen Wald verstellt (genommen)
2. etw. an den falschen Platz stellen, falsch einordnen: ich habe ein Buch im Regal verstellt und kann es nun nicht finden;
3. etw. v.
a) die Einstellung von etw. verändern: an diesem Gerät darf keine einzige Schraube verstellt werden; hat jemand die Uhr verstellt?;
b) etw. in eine gewünschte Stellung bringen: die Vordersitze im Wagen kann man v.; du mußt den Sicherheitsgurt noch v.;
4. etw. absichtlich so verändern, daß es ein anderer nicht erkennt: er verstellte seine Stimme, um nicht erkannt zu werden; mit verstellter Stimme sprechen; sie bekam einen Brief mit verstellter Handschrift;
5. sich v. sich anders geben, als man ist, heucheln, jmdm. etw. vortäuschen: es fiel ihr schwer, sich zu v. und die Ahnungslose zu spielen; vor ihrer Freundin hätte sie sich nicht zu v. brauchen; er konnte sich gut, nur schlecht v.; er war gar nicht betrunken, er verstellte sich nur (er tat nur so, als ob er betrunken wäre) mit verstelltem Gleichmut ließ er die Strafpredigt über sich ergehen;

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