plagen /Vb./
1. jmdn. p. jmdn. (mit etw.) quälen, stark belästigen
a) etw., jmd. plagt jmdn. etw., jmd. verursacht jmdm. Beschwerden, etw. bereitet jmdm. (psychischen) Schmerz: mich plagt d. Hunger, Durst, Husten, Hitze; dich plagt wohl die Neugier?; Skrupel und Zweifel p. ihn; d. Ungewißheit, Krankheit, böse Gewissen plagte sie; die Mücken haben uns den ganzen Tag geplagt; Die anderen Ärzte … haben mich mit Digitalis geplagt Noll Holt 2,53; er wird, ist sehr von (Kopf)schmerzen geplagt; sie wurde von Furcht, schweren Träumen geplagt; Sie … empfing Ulrich nicht wie eine von Eifersucht geplagte Geliebte Musil Mann 591 er ist ein geplagter (mit Sorgen beladener) Mensch sich mit etw. p. von etw. gequält werden: ich plage mich (nun) schon seit Wochen mit einer Erkältung, mit dem Schnupfen;
b) umg. jmd. plagt jmdn. (mit etw.) jmd. fällt jmdm. durch ständiges Bitten, Fragen lästig, jmd. läßt jmdm. keine Ruhe: die Kinder p. die Eltern mit Bitten und Fragen; der Junge plagte die Mutter so lange, bis sie ihm erlaubte, ins Kino zu gehen; [eine alte] Tante … die mich immer wegen des Heiratens plagt G. Keller 4,588 (Gr. Heinrich) ; er plagt ihn immer wieder mit seiner Forderung und ließ ihm keine Ruhe;
2. sich p. schwer arbeiten: sich schwer, tüchtig, allein, den ganzen Tag p. (müssen); sie hat sich ihr Leben lang (für andere, geplackt und) geplagt; sich sehr mühen, anstrengen: sich mit einer Arbeit, mit einem schwierigen Problem p.; der Lehrer plagte sich redlich mit dem Jungen; du plagst dich nur für deine Wohnung; als ich mich … plagte, die verdammten Spätzle sorgfältig aufzuspießen O. M. Graf Mitmenschen 178

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