ein, 1eine, ein
I. /unbest. Art.; stets unbetont; steht vor einer erfahrungsmäßig gewissen oder beliebig denkbaren, meist noch nicht in Rede stehenden Größe/ ein Mann, eine Frau, ein Kind; ein Tisch, eine Uhr, ein Haus; so ein, welch ein, was für ein Bild!
1. /der unbest. Art. individualisiert/
a) /er steht vor Gattungsbezeichnungen und hebt ein Exemplar aus mehreren gleichartigen Exemplaren heraus/ mein Freund hat sich einen Wagen, ein Haus, eine goldene Armbanduhr gekauft; auf dem Berg steht eine (kleine) Kirche; im Walde trafen wir einen Förster; wir besuchten eine Schule, die im letzten Jahr neu erbaut war; N hat ein Hörspiel über den letzten Krieg geschrieben; wir saßen auf einer Bank, an einem Fluß, in einer Bucht; falls sich ein Gast beschwert, so …; hat dich eine Wespe gestochen?; man soll einen (irgendeinen) Arzt fragen, aber nicht mich abwertend Die Stadt war in erster Linie in einer (einer gewissen) Frau Quiebus verkörpert Penzoldt Powenzbande 30; /dient nach dem Verbum sein der Charakterisierung und Klassifizierung / er ist (und bleibt) ein Kind; sie war eine ausgezeichnete Pianistin; er ist ein Clown /seinem Wesen nach, nicht beruflich/ ; /bezieht sich, alleinstehend, auf eine vorhergegangene Größe/ ich möchte eine Tasse Kaffee, willst du auch eine?; sei vorsichtig mit den Gläsern, daß du nicht eins fallen läßt!; da läuft ein Hase, und dort noch einer!; sie hat sich einen schwarzen Hut gekauft und ihre Freundin einen weißen; veralt. papierdt. /in Titeln/ Ich bringe einem löbl. Polizeipräsidium zur Kenntnis, daß … Broch Esch 192
b) /er steht auch vor Abstrakten, wenn ein Einzelfall, eine Einzelerscheinung herausgehoben werden soll/ ich möchte dir eine Freude machen; ein tiefer Friede kehrte bei ihr ein; er hat eine unglaubliche Kraft; es gab eine Zeit, wo ich nichts gelesen habe; umg. so ein, solch ein: ich habe einen Hunger!; er hatte einen Zorn, der war nicht auszudrücken; sie war von einem Haß erfüllt wie nie zuvor; war das eine Liebe zwischen ihnen!;
c) /er steht auch vor Stoffbezeichnungen, wenn eine bestimmte Menge oder Art gemeint ist/ Herr Ober, bitte einen Kaffee, einen Kognak; Da hab ich einen Tee, ächzte sie während des Suchens, der bringt jede Erkältung weg … Werfel Veruntreuter Himmel 21; ich möchte einen Wein, der nicht so schwer ist;
d) /er steht auch vor Eigennamen/
α) /vor Personennamen zur Hervorhebung/ ein Mann wie: Nun sah er, daß auch ein Bonaparte Vorgänger hatte Bredel Söhne 141; Was hier über die großen Meister, einen Bach, einen Mozart, einen Beethoven, einen Schubert … gesagt wird, hat sowohl nach Form als auch nach Inhalt zeitlose Gültigkeit Börsenblatt 1956; Gebe nur Gott, daß unser Junge … nicht etwa zum Duckmäuser wird, zu so einem Weislingen Goethe Götz I 6; /vor Personennamen, die das Werk eines Künstlers bezeichnen/ nur eine Viertelstunde von Rothenburg entfernt befindet sich auch ein Riemenschneider; diese Geige ist eine Stradivari; /vor Personennamen, um eine von verschiedenen Personen gleichen Namens zu bezeichnen/ in den Akten wird auch ein Planck genannt
β) /vor Völkernamen/ ein Deutscher, eine Italienerin
2. /der unbest. Art. generalisiert; die Größe ist ein Gattungsbegriff/ ein Kind will spielen; ein Igel kann schwimmen; ein Streichholz ist kein Spielzeug für Kinder
II. /Indef.pron./
1. jemand, irgendeine(r): umg. er versteht sein Handwerk wie selten einer; du siehst aus wie eine, die eben durchs Examen gefallen ist; es war ein Hund, der es nicht litt, daß einer uns was zuleide tat Toller Hinkemann I 1; du bist mir ja einer (ein ganz Besonderer) ihr tut, als ob ihr es einem erzählt, der noch nichts Derartiges erlebt hat; nach Ansicht eines, der unmittelbar beteiligt war, hat sie richtig gehandelt; ich muß einen schicken, der etwas von der Sache versteht; will einer daran teilnehmen?; salopp da brat mir einer 'nen Storch /Ausruf der Verwunderung, Entrüstung/ das ist seltsam!; /steht mit abhängigem Gen. oder vor von dem Zahlwort nahe, vgl. / sie wandte sich an einen der Schüler, der die Aufgabe übernehmen sollte; ich möchte mit einem von Ihnen über diese Frage sprechen; geben Sie mir eins der Bücher, eins von den Büchern, damit ich heute abend darin lesen kann!; umg. will eins von euch mitgehen?; /veralt., heute noch dicht. dem Gen. nachgestellt/ weil er seiner Brüder einem, / … so ähnlich sehe Lessing Nathan I 2
2. /steht in Korrelation mit ander dem Zahlwort nahe, vgl.; stets betont/ s. ander; /das entsprechende ander braucht nicht ausgedrückt zu werden / umg. sein eines Auge ist verletzt
3. /unbetont/ man: umg. das muß einer wissen!; es sollte einer nicht von etwas reden, wovon er nichts versteht; /für die obliquen Kasus von man / das geht einem durch Mark und Bein; das kann einem auch passieren; Ihre Küche verwöhnt einen zu sehr Werfel Veruntreuter Himmel 17; das macht einen ja ganz trübsinnig!;
4. /unbetont/ umg. eins, einen, eine /vertritt ein zu ergänzendes, durch den Zusammenhang verständliches Subst./: salopp jmdm. eins (einen Schlag) hintendrauf geben jmdm. eins auswischen (eine Bosheit, einen Schaden antun) umg. eins abbekommen (Tadel, Strafe einstecken müssen) eins (ein Stück, Lied) spielen, singen, pfeifen salopp einen trinken, heben, kippen, hinter die Binde gießen (ein Glas Bier, Schnaps trinken) einen sitzen haben (einen Rausch haben) einen ausgeben (eine Runde Bier, Schnaps spendieren) umg. jmdm. eine (eine Ohrfeige) runtergeben, reinhauen, salopp langen
III. /Kard.zahl; stets betont; bezeichnet den Zahlenwert 1; vgl. eins /
1. /kann durch einzig verstärkt werden; adj./ das dauert einen Monat, wiegt ein Kilogramm, kostet eine Mark; die Stadt liegt einen Kilometer von hier entfernt; binnen einer Stunde war er zurück; mit einem (einzigen) Sprung setzte er über den Bach; in ein bis zwei Tagen ist die Reparatur fertig; nur ein (einziges) Mal zu ihr!; meine Geduld ist ein für allemal (endgültig) vorbei mit einem Mal, Schlag (plötzlich) es hing an einem Haar; das ist aus einem (einzigen) Stück gearbeitet; wir möchten alle unter einen Hut bringen; alles auf eine Karte setzen, mit einem Blick übersehen; wie ein Mann zusammenstehen; einer Meinung, ein Herz und eine Seele sein; ein Glas in einem, mit einem Zug leeren, austrinken; sie hat nicht eine Falte; umg. es war alles eine (einzige) Glut (glühte, brannte über und über) /sprichw./ eine Schwalbe macht noch keinen Sommer; dieser eine Fehler durfte nicht passieren; /subst./ einer von ihnen, von uns beiden mußte abreisen; du kannst dir ein(e)s von beiden heraussuchen; nicht eines hat von uns geweint George Gedichte 20; /sprichw./ einer für alle, alle für einen; ein(e)s muß ich dir sagen: …; wieviel Eintrittskarten möchtest du haben? Ich brauche nur eine; sie war sein ein und alles (sein ganzes Glück) umg. in einem fort (fortwährend, ohne Unterbrechung) österr. papierdt. unter einem (zugleich)
2. /betont die unmittelbare Zusammengehörigkeit oder Übereinstimmung zweier Größen, zweier Erscheinungen/ eins: sich mit jmdm. eins wissen, fühlen; mit jmdm. eins sein; mit jmdm. eins (einig) werden Blitz und Donner waren eins (folgten unmittelbar aufeinander) umg. ihn sehen und fort war eins; ob du es tust oder nicht, das kommt auf eins heraus, läuft auf eins hinaus (hat dasselbe Ergebnis, bleibt sich gleich) mir ist alles eins (gleichgültig, einerlei) ein und derselbe: Ist denn nicht vollkommene Einheit des Textes und der Musik nur denkbar, wenn Dichter und Komponist ein und dieselbe Person ist? E. T. A. Hoffm. 3,96 (Serapionsbrüder)

ein, 1eine, ein
I. /unbest. Art.; stets unbetont; steht vor einer erfahrungsmäßig gewissen oder beliebig denkbaren, meist noch nicht in Rede stehenden Größe/ ein Mann, eine Frau, ein Kind; ein Tisch, eine Uhr, ein Haus; so ein, welch ein, was für ein Bild!
1. /der unbest. Art. individualisiert/
a) /er steht vor Gattungsbezeichnungen und hebt ein Exemplar aus mehreren gleichartigen Exemplaren heraus/ mein Freund hat sich einen Wagen, ein Haus, eine goldene Armbanduhr gekauft; auf dem Berg steht eine (kleine) Kirche; im Walde trafen wir einen Förster; wir besuchten eine Schule, die im letzten Jahr neu erbaut war; N hat ein Hörspiel über den letzten Krieg geschrieben; wir saßen auf einer Bank, an einem Fluß, in einer Bucht; falls sich ein Gast beschwert, so …; hat dich eine Wespe gestochen?; man soll einen (irgendeinen) Arzt fragen, aber nicht mich abwertend Die Stadt war in erster Linie in einer (einer gewissen) Frau Quiebus verkörpert Penzoldt Powenzbande 30; /dient nach dem Verbum sein der Charakterisierung und Klassifizierung / er ist (und bleibt) ein Kind; sie war eine ausgezeichnete Pianistin; er ist ein Clown /seinem Wesen nach, nicht beruflich/ ; /bezieht sich, alleinstehend, auf eine vorhergegangene Größe/ ich möchte eine Tasse Kaffee, willst du auch eine?; sei vorsichtig mit den Gläsern, daß du nicht eins fallen läßt!; da läuft ein Hase, und dort noch einer!; sie hat sich einen schwarzen Hut gekauft und ihre Freundin einen weißen; veralt. papierdt. /in Titeln/ Ich bringe einem löbl. Polizeipräsidium zur Kenntnis, daß … Broch Esch 192
b) /er steht auch vor Abstrakten, wenn ein Einzelfall, eine Einzelerscheinung herausgehoben werden soll/ ich möchte dir eine Freude machen; ein tiefer Friede kehrte bei ihr ein; er hat eine unglaubliche Kraft; es gab eine Zeit, wo ich nichts gelesen habe; umg. so ein, solch ein: ich habe einen Hunger!; er hatte einen Zorn, der war nicht auszudrücken; sie war von einem Haß erfüllt wie nie zuvor; war das eine Liebe zwischen ihnen!;
c) /er steht auch vor Stoffbezeichnungen, wenn eine bestimmte Menge oder Art gemeint ist/ Herr Ober, bitte einen Kaffee, einen Kognak; Da hab ich einen Tee, ächzte sie während des Suchens, der bringt jede Erkältung weg … Werfel Veruntreuter Himmel 21; ich möchte einen Wein, der nicht so schwer ist;
d) /er steht auch vor Eigennamen/
α) /vor Personennamen zur Hervorhebung/ ein Mann wie: Nun sah er, daß auch ein Bonaparte Vorgänger hatte Bredel Söhne 141; Was hier über die großen Meister, einen Bach, einen Mozart, einen Beethoven, einen Schubert … gesagt wird, hat sowohl nach Form als auch nach Inhalt zeitlose Gültigkeit Börsenblatt 1956; Gebe nur Gott, daß unser Junge … nicht etwa zum Duckmäuser wird, zu so einem Weislingen Goethe Götz I 6; /vor Personennamen, die das Werk eines Künstlers bezeichnen/ nur eine Viertelstunde von Rothenburg entfernt befindet sich auch ein Riemenschneider; diese Geige ist eine Stradivari; /vor Personennamen, um eine von verschiedenen Personen gleichen Namens zu bezeichnen/ in den Akten wird auch ein Planck genannt
β) /vor Völkernamen/ ein Deutscher, eine Italienerin
2. /der unbest. Art. generalisiert; die Größe ist ein Gattungsbegriff/ ein Kind will spielen; ein Igel kann schwimmen; ein Streichholz ist kein Spielzeug für Kinder
II. /Indef.pron./
1. jemand, irgendeine(r): umg. er versteht sein Handwerk wie selten einer; du siehst aus wie eine, die eben durchs Examen gefallen ist; es war ein Hund, der es nicht litt, daß einer uns was zuleide tat Toller Hinkemann I 1; du bist mir ja einer (ein ganz Besonderer) ihr tut, als ob ihr es einem erzählt, der noch nichts Derartiges erlebt hat; nach Ansicht eines, der unmittelbar beteiligt war, hat sie richtig gehandelt; ich muß einen schicken, der etwas von der Sache versteht; will einer daran teilnehmen?; salopp da brat mir einer 'nen Storch /Ausruf der Verwunderung, Entrüstung/ das ist seltsam!; /steht mit abhängigem Gen. oder vor von dem Zahlwort nahe, vgl. / sie wandte sich an einen der Schüler, der die Aufgabe übernehmen sollte; ich möchte mit einem von Ihnen über diese Frage sprechen; geben Sie mir eins der Bücher, eins von den Büchern, damit ich heute abend darin lesen kann!; umg. will eins von euch mitgehen?; /veralt., heute noch dicht. dem Gen. nachgestellt/ weil er seiner Brüder einem, / … so ähnlich sehe Lessing Nathan I 2
2. /steht in Korrelation mit ander dem Zahlwort nahe, vgl.; stets betont/ s. ander; /das entsprechende ander braucht nicht ausgedrückt zu werden / umg. sein eines Auge ist verletzt
3. /unbetont/ man: umg. das muß einer wissen!; es sollte einer nicht von etwas reden, wovon er nichts versteht; /für die obliquen Kasus von man / das geht einem durch Mark und Bein; das kann einem auch passieren; Ihre Küche verwöhnt einen zu sehr Werfel Veruntreuter Himmel 17; das macht einen ja ganz trübsinnig!;
4. /unbetont/ umg. eins, einen, eine /vertritt ein zu ergänzendes, durch den Zusammenhang verständliches Subst./: salopp jmdm. eins (einen Schlag) hintendrauf geben jmdm. eins auswischen (eine Bosheit, einen Schaden antun) umg. eins abbekommen (Tadel, Strafe einstecken müssen) eins (ein Stück, Lied) spielen, singen, pfeifen salopp einen trinken, heben, kippen, hinter die Binde gießen (ein Glas Bier, Schnaps trinken) einen sitzen haben (einen Rausch haben) einen ausgeben (eine Runde Bier, Schnaps spendieren) umg. jmdm. eine (eine Ohrfeige) runtergeben, reinhauen, salopp langen
III. /Kard.zahl; stets betont; bezeichnet den Zahlenwert 1; vgl. eins /
1. /kann durch einzig verstärkt werden; adj./ das dauert einen Monat, wiegt ein Kilogramm, kostet eine Mark; die Stadt liegt einen Kilometer von hier entfernt; binnen einer Stunde war er zurück; mit einem (einzigen) Sprung setzte er über den Bach; in ein bis zwei Tagen ist die Reparatur fertig; nur ein (einziges) Mal zu ihr!; meine Geduld ist ein für allemal (endgültig) vorbei mit einem Mal, Schlag (plötzlich) es hing an einem Haar; das ist aus einem (einzigen) Stück gearbeitet; wir möchten alle unter einen Hut bringen; alles auf eine Karte setzen, mit einem Blick übersehen; wie ein Mann zusammenstehen; einer Meinung, ein Herz und eine Seele sein; ein Glas in einem, mit einem Zug leeren, austrinken; sie hat nicht eine Falte; umg. es war alles eine (einzige) Glut (glühte, brannte über und über) /sprichw./ eine Schwalbe macht noch keinen Sommer; dieser eine Fehler durfte nicht passieren; /subst./ einer von ihnen, von uns beiden mußte abreisen; du kannst dir ein(e)s von beiden heraussuchen; nicht eines hat von uns geweint George Gedichte 20; /sprichw./ einer für alle, alle für einen; ein(e)s muß ich dir sagen: …; wieviel Eintrittskarten möchtest du haben? Ich brauche nur eine; sie war sein ein und alles (sein ganzes Glück) umg. in einem fort (fortwährend, ohne Unterbrechung) österr. papierdt. unter einem (zugleich)
2. /betont die unmittelbare Zusammengehörigkeit oder Übereinstimmung zweier Größen, zweier Erscheinungen/ eins: sich mit jmdm. eins wissen, fühlen; mit jmdm. eins sein; mit jmdm. eins (einig) werden Blitz und Donner waren eins (folgten unmittelbar aufeinander) umg. ihn sehen und fort war eins; ob du es tust oder nicht, das kommt auf eins heraus, läuft auf eins hinaus (hat dasselbe Ergebnis, bleibt sich gleich) mir ist alles eins (gleichgültig, einerlei) ein und derselbe: Ist denn nicht vollkommene Einheit des Textes und der Musik nur denkbar, wenn Dichter und Komponist ein und dieselbe Person ist? E. T. A. Hoffm. 3,96 (Serapionsbrüder)

ein2 /Adv.; als Glied des Wortpaares aus und e. /
s. aus

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