Wurm, 1der; -(e)s, Würmer
1. /Verkl.Würmchen, Würmlein/ wirbelloses, kriechendes Tier von verschiedener, meist langgestreckter Gestalt ohne Gliedmaßen
a) ein langer, fetter W.; der W. kriecht auf der Erde; in der Frucht saß ein Würmchen; der Käse ist voller Würmer (Maden) einen W. auflesen; einen W. als Köder an der Angel befestigen; von Würmern zerfressenes Holz; sich krümmen, winden wie ein W. (sehr verlegen sein) Und wenn du … wie ein Wurm gekrochen kommst (wenn du dich vor mir erniedrigst) Seeger Habicht 146; /bildl./ salopp da ist der W. drin (da stimmt etw. nicht) jmdm. Würmer (fixe Ideen) in den Kopf setzen Immer haben sie [junge Leute] nur den einen Wurm im Hirn: ein Held zu werden Hagelstange Spielball 315
b) das im (menschlichen) Körper schmarotzt: Würmer haben; ein W. geht (mit dem Stuhl) ab; die Würmer abtreiben (aus dem Körper entfernen) /bildl./ salopp jmdm. die Würmchen abtreiben (jmdm. fortgesetzt Aufträge erteilen) jmdm. die Würmer aus der Nase ziehen jmdn. geschickt ausfragen: Er hat mir früher immer die Würmer aus der Nase gezogen, sagte Lorenz, auf einmal fragt er mich gar nichts mehr … Seghers 3,341 (Rettung)
2. salopp schwacher, hilfloser Mensch: ein armseliger, elender W.; Ich … rede mit einem, der Wurm ist wie ich Schiller Räuber V 1

Wurm, 2das; -(e)s, Würmer /Verkl.Würmchen, Würmlein/
salopp kleines, hilfloses Kind: ein armes, verlassenes W.; Du warst ein Würmchen, wie ich einzog in die Kammer Sakowski Steine 1; sie hat vier Würmer zu versorgen

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