Würde, die; -, -n
1. /ohne Pl./ geh. der Achtung gebietende Wert jedes Menschen: die menschliche W.; die persönliche W. des Bürgers, der Frau; seine W. bewahren, verlieren; die W. jedes Menschen achten; jmds. W. schützen; bar aller W. sein; jmdn. inseiner W. verletzen umg. das ist unteraller W. (sehr schlecht) ; geh. Für ihn als modernen Menschen sei der Zweikampf … tief unter seiner Würde (sei für ihn ganz niedrig, verwerflich) H. Mann 2,183 ; vom Gefühl des persönlichen Wertes getragene Haltung: ihre schlichte, edle W.; jmdn. mit gelassener, feierlicher, eisiger W. behandeln; er legte in seine Stimme abstandnehmende Würde Andres Portiuncula 190; mitgemessener W. sprechen jmdm. mit unnahbarer W. begegnen; sie empfingen den Gast mit steifer W.; umg. sie war ganz W. (sie gab sich ganz vornehm)
2. /ohne Pl./ geh. einer hohen Stellung, Behörde gebührendes Ansehen: die W. seines Amtes; Hollermann … wahrt die Würde des Gerichts Steinberg Einzug 466
3. geh. mit Titel, Ehren und hohem Ansehen verbundene Stellung: akademische, geistliche Würden erlangen; die goldene Kette ist ein Zeichen der W.; jmdm. die W. eines Professors verleihen; er stieg schon jung zu höchsten Würden auf; /in Wortpaaren/ in Amt und Würden sein; Rang und Würden besitzen; jmdn. in seine Würden und Rechte (wieder) einsetzen; Einige … sind zu Würden und Ehren gelangt Uhse Söldner 290

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