Schwank, der; -(e)s, Schwänke
kleinere, scherzhafte, volkstümlich-humoristische, oft derbe Darstellung charakterlicher und gesellschaftlicher Schwächen in Form
a) einer Erzählung: ein derber S.; mittelalterliche Schwänke in Versen und Prosa; umg. einen S. (ein knappes, anekdotenhaftes Erlebnis, einen lustigen, übermütigen Streich) aus seinem Leben, seiner Jugendzeit erzählen
b) eines Theaterstücks: einen S. (von Hans Sachs) aufführen;

schwank /Adj./
geh.
1. lang und dünn, biegsam, federnd: ein s. Baum, Stamm, Ast; eine s. Leiter, Brücke; die s. Halme, Gräser, Stengel; Dort in der fremden Welt stehst du allein, / Ein schwankes Rohr, das jeder Sturm zerknickt Schiller Tell II 1
2. nicht fest, wechselhaft, unstet: ein s. Mensch, Charakter; er kannte ihre s. Gefühle; Louise Soubirous, eine schwanke Seele, stets von entgegengesetzten Gefühlen hin und her gerissen Werfel Bernadette 125

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