Religio̱n, die; -, -en
lat.
1. /ohne Pl./ Glaube an vermeintliche überirdische Mächte, Wesen, bes. Götter oder einen Gott als Schöpfer und Lenker der Welt und der Menschen sowie die entsprechende kultische Verehrung: über R. sprechen, streiten; die R. hatte ihn nicht befriedigt, darum ging er zur exakten Wissenschaft; die Stellung der R. im gesellschaftlichen Leben; die Religion ist der Seufzer der bedrängten Natur … Sie ist das Opium des Volks Marx in: Marx-Engels Heilige Familie 12; nun ist alle Religion nichts andres als die phantastische Widerspiegelung, in den Köpfen der Menschen, derjenigen äußern Mächte, die ihr alltägliches Dasein beherrschen, eine Widerspiegelung, in der die irdischen Mächte die Form von überirdischen annehmen Engels Anti-Dühring 393; /bildl./ die Liebe zu ihren Kindern wurde für sie R. (das Höchste, Bedeutsamste im Leben) [Ludwig XIV.] welcher zuerst die Despotie zur Religion erhob Dahlm. Franz. Revolution 107
2. bestimmter, durch Lehre und Satzungen festgelegter Glaube, Glaubensbekenntnis: die buddhistische, christliche, jüdische, mohammedanische R.; monotheistische, polytheistische Religionen; einer R. (Glaubensgemeinschaft) angehören jmdn. in einer R. unterweisen, unterrichten; Schülerspr. /ohne Pl./ Religionsunterricht: R. haben wir nicht mehr in der Schule;

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