Papi̱e̱r, das; -s, -e
griech.
1. /ohne Pl./ bes. durch Verfilzung und Verleimung von Pflanzenfasern gewonnenes dünnes, flächiges Material, das vorwiegend zum Beschreiben, Bedrucken und Verpacken dient: weißes, buntes, farbiges, glattes, weiches, steifes, rauhes, feines, grobes, körniges P.; handgeschöpftes, holzfreies, (un)bedrucktes, (un)beschriebenes, vergilbtes, zerknittertes P.; ein Bogen, Blatt, Stück P.; etw. in P. (ein)packen; seine Gedanken zu P. bringen, aufs P. werfen (etw. aufschreiben) das Bild muß ich auf dem P. festhalten (zeichnen, malen) etw. steht nur auf dem P. etw. ist in Wirklichkeit nicht vorhanden, wird nicht ausgeführt: dieser Paragraph, die neue Verordnung steht nur auf dem P.;
2. Schriftstück, Dokument, Aufzeichnung: ein amtliches, vertrauliches P.; (seine) Papiere sichten, ordnen, durchsehen; umg. in alten Papieren kramen; das P. enthielt ein Verzeichnis der mitgeführten Bücher; er setzte seine Unterschrift unter das P.; das ist nur ein Stück, ein Fetzen P. (ein wertloses Dokument ohne Rechtsgültigkeit)
3. /nur im Pl./ amtlich beglaubigtes Dokument, das der Legitimation dient: seine Papiere (Ausweispapiere) vorweisen jmds. Papiere prüfen; jmdm. die Papiere ausstellen, abfordern, abverlangen; wo haben Sie Ihre Papiere?; bitte (zeigen Sie mir) Ihre Papiere!; seine Papiere waren nicht in Ordnung; der Spion hatte falsche Papiere; umg. er bekam seine Papiere (Entlassungspapiere)
4. Börse Wertpapier, Wechsel: ein gutes, schlechtes, wertloses P.; Papiere an-, verkaufen, abstoßen; er hat sein Vermögen in sicheren Papieren angelegt;

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