Mora̱l, die; -, /ohne Pl./
lat.
1. System von geschichtlich gewordenen und gesellschaftlich bedingten sittlichen Grundsätzen, Werten und Normen, von denen sich die Menschen in ihrem Verhalten zueinander leiten lassen: Neupräg. DDR die sozialistische M.; Die Beziehungen der Bürger werden durch gegenseitige Achtung und Hilfe, durch die Grundsätze sozialistischer Moral geprägt Verfassung der DDR 21; die Zehn Gebote der sozialistischen M.; die christliche, bürgerliche M.; er hat eine strenge, lockere, keine M.; seine M. hat doppelten Boden; er verstieß gegen, verletzte die öffentliche M.; jmds. M. (sittliches Verhalten) ist gefestigt, verlogen, zerrüttet, untergraben er hat die M. eines Herrenmenschen; umg. jmdm. M. predigen (jmdm. Vorhaltungen machen) die M. (Stimmung, Zucht, Kampfgeist) der Truppe heben, verbessern die M. steigt, sinkt, ist gut, schlecht; Jetzt fraß an der Moral der Kampftruppe hauptsächlich das wüste Feuer … die schauderhaften Verluste A. Zweig Erziehung 88
2. Lehre, sittliche Nutzanwendung: die M. einer Erzählung, Fabel, eines Märchens; Und die Moral von der Geschicht': / Bad' zwei in einer Wanne nicht! Busch Sauseschritt 240

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