Kirche, die; -, -n
1. /Verkl.Kirchlein/ langgestrecktes, repräsentatives Gebäude, stets mit einem Glockenturm, auch mit zwei oder mehreren Türmen, in dem sich die christliche Glaubensgemeinschaft zum Gebet und zum Bekenntnis versammelt, christliches Gotteshaus: eine alte, romanische, gotische, moderne K.; die berühmten Kirchen des Kreml; er besichtigte mehrere Kirchen der Stadt; diese K. ist eine Sehenswürdigkeit, wurde im 13. Jahrhundert gestiftet, erbaut, wird von allen Reisenden besucht; das Portal zur K.; d. Altar, Kanzel, Schiff, Chor, Emporen der K.; die Glocken der K. läuteten; man sah ihn in die K. hineingehen, aus der K. kommen; die K. füllte, leerte sich; /übertr./ umg. laß nur die K. im Dorf (bleibe im Bereich des Möglichen, übertreibe nicht)! die K. ums Dorf tragen, mit der K. ums Dorf, österr. ums Kreuz (herum)fahren (unnötige Umwege machen)
2. (christliche) Glaubensgemeinschaft in einem Lande: der lutherischen, reformierten, katholischen K. angehören; die Bekennende K. (evangelisch-kirchliche Widerstandsbewegung gegen die faschistische Kirchenpolitik) welcher K. gehört sie an?; er ist aus der K. ausgetreten; die Trennung von K. und Staat; die Zugehörigkeit zu einer K.; Rechte und Pflichten der K.; Fulganzio, unser kleiner Mönch, hat die Forschung aufgegeben und ist in den Schoß der Kirche zurückgekehrt Brecht Galilei 14; daß sich heute der Geist in vielem der Bevormundung durch die Kirche entzogen habe Musil Mann 101
3. Gottesdienst: es läutete zur K.; er geht selten, nie zur K.; Es war ein Kind, das wollte nie / Zur Kirche sich bequemen Goethe Wandelnde Glocke; Alle saßen wie in einer Kirche Frisch Homo faber 19; ist die K. jetzt aus?; umg. das ist so sicher wie das Amen in der K. (völlig sicher)

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