Glanz, der; -es, -e/ Glänze /Pl. ungebräuchl./
1. Eigenschaft eines Körpers, das auffallende Licht in bestimmten Richtungen mit Helligkeit zu reflektieren: der G. von Metallen, Edelsteinen, Glas, Seide, Perlmutter; der G. der Sterne, des Haares; ein heller, natürlicher, strahlender, matter, milder, fahler G. ging von dem Punkt aus; das Verfahren gab, verlieh dem Werkstoff höchsten G.; der Spiegel hat seinen früheren G. verloren; der fieberhafte, feuchte, zornige G. der Augen; geh. der Mond ergoß seinen G. über die Landschaft; etw. auf G. polieren; etw. in neuem Glanze erstrahlen lassen; der Stein erstrahlte in seinem vollen Glanze; die Kinder waren von dem G. wie geblendet
2. /übertr./ strahlender, bewunderter Höhepunkt, strahlende, bewunderte Kraft: der G. des Ruhmes lockte ihn; der G. der Jugend, Schönheit; im höchsten G. stehen; in frischem, jugendlichem G.; aus ist es mit allem Glanz der Stimme Schleich Besonnte Vergangenh. 141; ein entschwundener, eitler, falscher, trügerischer G.; Thomas Buddenbrook, ganz voll von dem Wunsche, der Firma den Glanz zu wahren und zu mehren Th. Mann 1,273 (Buddenbr.) ; Wie kommt mir solcher Glanz in meine Hütte? Schiller Jungfr. v. Orleans, Prolog2
3. umg. mit G. /drückt eine Verstärkung aus/ eine Prüfung mit G. (ausgezeichnet) bestehen sich mit G. (sehr klug) aus der Affäre ziehen umg. spött. er ist mit G. und Gloria (unmißverständlich) hinausgeworfen worden

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