Geschịrr, 1das; -(e)s, -e
1. /ohne Pl./ Gegenstände, Geräte, bes. aus Porzellan, Keramik, Glas, die im Haushalt zum Bereiten und Auftragen der Speisen benötigt werden: das G. zusammen-, weg-, abräumen; das G. abwaschen, (ab)spülen, abtrocknen; mit dem G. klappern; in der Küche stand viel schmutziges G.; G. zerschlagen; feuerfestes, unzerbrechliches, modernes, irdenes G.; Service: ein G. für zwölf Personen; umg. heute nehmen wir das gute G.
2. veralt. Gefäß: nun haben wir beide unsere Geschirre voll [Erdbeeren] Stifter 2,269; Die Wirtin … setzte ein Geschirr voll frischer Blumen auf den Tisch G. Keller 6,129 (Romeo)

Geschịrr, 2das; -(e)s, -e
1. Leder- und Riemenzeug, mit dem die Zugtiere angespannt werden: dem Pferd das G. anlegen; die Schlittenhunde legten sich ins Geschirr (begannen, den Schlitten zu ziehen) Nossack Spirale 358; /bildl./ jmd. legt sich (tüchtig) ins G., geht (eifrig) ins G. (arbeitet angestrengt, strengt sich sehr an)
2. landsch. Gespann, Pferd(e) und Wagen: ein G. näherte sich; Dabei ging das Geschirr in Bogenlinien von einer Seite der Straße auf die andere Polenz 1,41 (Büttnerbauer)

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