Decke, die; -, -n
1. etw., das dazu dient, jmdn. oder eine Sache zu bedecken
a) Bedeckung aus biegsamem Material: eine D. aus Wolle, Seide, Wachstuch; eine wollene, gestickte, dünne, dicke, warme, weiche, gewürfelte, karierte, durchbrochene D.; eine D. ausbreiten, einziehen, zurückschlagen, zusammenlegen, -rollen; eine D. frisch auflegen; eine D. liegt auf dem Tisch; eine D. über jmdn. breiten; sich in eine D. wickeln, einhüllen; unter die D. schlüpfen, kriechen; sich unter der D. verstecken sich /Dat./ die D. bis an d. Ohren, Nase, Kinn ziehen; /bildl./ der Winter hat eine D. von Schnee über die Erde gebreitet; die Vegetation bildet eine zusammenhängende D.; geh. unter der D. (dem Schutz) der Nacht Ich fürchte mich fast, die Decke, die über so viel kaum vergessenem und begrabenem Unheil liegt, wieder aufzuritzen Raabe I 1,106 (Sperlingsgasse) man muß sich nach der D. strecken (mit wenig auszukommen suchen) mit jmdm. unter einer D. stecken (mit jmdm. gemeinsame Sache machen)
b) /Sonderbedeutungen/ äußerster Teil der Bereifung: zur Bereifung gehören die D., der Schlauch mit dem Ventil und das Felgenband; Einband: die D. (des Buches) besteht aus den zwei Deckeln und dem Rücken; Jägerspr. Fell /vom Hochwild/: dem Reh die D. abziehen; [um den] für die Zucht unbrauchbaren Bullen mit weidgerechtem Schuß auf die Decke zu legen (zu erlegen) Schomburgk Afrika 201
2. oberer Abschluß eines Raumes: eine gewölbte, niedrige, hohe, massive D.; an die D. starren; die Augen zur D. heben; zur D. emporblicken; die Säulen tragen die D.; die Lampe hängt von der D. herab; mit einem Stock kann ich bis an die D. reichen; sich durch die D. bedrückt fühlen /bildl./ umg. vor Freude bis an die D. springen (sich sehr freuen) oben war die blauseidene Decke des Himmels so durchsichtig, daß … Heine 3,34 (Harzreise)

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