Blume, die; -, -n
1. /Verkl.Blümchen, Blüm(e)lein/ niedrig gewachsene, krautige Pflanze, die Blüten hervorbringt: ein Garten voller Blumen; Blumen vorm Fenster, auf dem Balkon, Tisch; duftende, zarte, frische, verwelkte, künstliche, gestickte Blumen; unsere heimischen Blumen; lang-, kurzstielige, seltene, schnell welkende Blumen; Du bist wie eine Blume Heine 1,117; die Blumen blühen, gedeihen, duften, vertrocknen, verwelken, gehen ein; diese B. treibt das ganze Jahr hindurch Blüten; Im Schatten sah ich / Ein Blümchen stehn Goethe Gefunden; Blumen anpflanzen, umtopfen, pflücken, dicht. brechen, salopp abrupfen, abschneiden, kaufen, jmdm. schenken, schicken, überreichen, zuwerfen; Ihr Blümlein alle, die sie mir gab Schubert Schöne Müllerin; Kinder streuten dem jungen Paar Blumen auf den Weg; Blumen in Töpfen ziehen, trocknen; Blumen in der Hand haben, halten, tragen; die Blumen gießen, besorgen, düngen, zusammen-, aufbinden, in eine Vase ordnen; den Blumen Wasser geben sich /Dat./ eine B. anstecken, ins Knopfloch stecken; Blumen im Haar tragen; d. Farbe, Duft, Schönheit dieser B.; e. Bild, Grab mit Blumen schmücken, bekränzen; an den Blumen riechen; die B. läßt ihr Köpfchen hängen; /bildl./ der Winter hatte Blumen von Eis an die Fensterscheiben gemalt; dicht. die blaue B. /Sinnbild der Sehnsucht in der romantischen Dichtung/ ; Die Blume ist hinweg aus meinem Leben Schiller Wallenst. Tod V 3; War ein Gekos und ein Geschleck: / Da ist denn auch das Blümchen (Jungfräulichkeit) weg! Goethe Faust I 3561
2. durch die B. andeutungsweise, verbrämt, verhüllt: etw. durch die B. sagen; durch die B. sprechen; er hat es mir durch die B. zu verstehen gegeben;
3. die B. (Duft, Aroma) des Weines, Kognaks
4. die B. (Schaum) des Bieres geh. jmdm. die B. (den ersten Schluck) darbringen
5. Jägerspr. die B. (Schwanz) des Hasen die B. (äußerste Schwanzspitze) des Fuchses, Wolfs

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