Bewe̱i̱s, der; -es, -e
1. Nachweis dafür, daß etw. so ist, wie behauptet oder vermutet wurde: ein eindeutiger, sicherer, überzeugender, schlagender B. für die Richtigkeit, Unhaltbarkeit einer Auffassung, Ansicht; der Staatsanwalt konnte in seinem Plädoyer schlüssige, zwingende, erdrückende Beweise für die Schuld des Angeklagten anführen; der Anwalt versuchte, die seinen Mandanten belastenden Beweise zu entkräften; unter der Last, Wucht der Beweise legte er endlich ein Geständnis ab; wegen Mangel an Beweisen, mangels Beweises wurde der Angeklagte freigesprochen; den B. eines mathematischen Lehrsatzes an der Tafel demonstrieren; als, zum B. für die Stichhaltigkeit seiner Ausführungen legte er mehrere Fundstücke vor; das ist der beste B. dafür, daß ich recht habe; dafür verlange ich Beweise!; für diese Behauptung hatte er keine Beweise; Jur., sonst papierdt. den B. für etw. antreten, erbringen, führen; etw. unter B. stellen (etw. beweisen) Jur. B. erheben (alle zur späteren Beweisführung vorhandenen Beweise einholen)
2. Ausdruck, Zeichen, bes. für eine bestimmte Eigenschaft, Fähigkeit, Empfindung: diese Arbeit ist ein deutlicher, sichtbarer, hinlänglicher B. seines Könnens, seiner Tüchtigkeit; der Brief war ihr ein untrüglicher, beredter B. seiner Zuneigung, Treue; die Ausstellung ist ein anschaulicher B. für die Leistungsfähigkeit dieses Landes; jmdm. als, zum B. seiner Dankbarkeit, Verehrung ein Geschenk überreichen; den Hinterbliebenen gingen zahlreiche Beweise der Teilnahme zu; ich sehe in dieser Äußerung einen B. für seine Verständigungsbereitschaft; immerhin ist dies ein Beweis von Charakter und besonderer Willenskraft St. Zweig Balzac 49 einen B. seines Fleißes, Mutes ablegen (Fleiß, Mut beweisen, zeigen) jmdm. einen B. seines Vertrauens, seiner Achtung geben (jmdm. Vertrauen, Achtung erweisen)

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