Beru̱f, der; -(e)s, -e
1. bestimmte, erlernte Art der Arbeit, Erwerbstätigkeit: d. Ausübung, Pflichten des Berufs; ein schöner, befriedigender, anstrengender B.; der schwere B. des Bergmanns; ein akademischer, industrieller, landwirtschaftlicher B.; der handwerkliche B. des Tischlers; ein produktiver (materielle Werte schaffender), freischaffender (nicht im Angestelltenverhältnis ausgeübter), verwandter (benachbarter) B.; sein B. als Journalist ist interessant; manche Berufe sind überfüllt; jeder B. verlangt Fleiß und Ausdauer; sein B. befriedigt ihn (nicht), füllt ihn (nicht) aus; einen B. ergreifen, erlernen; er hat sich /Dat./ nach seinen Fähigkeiten und Neigungen einen B. erwählt; jmdm. einen B. nachweisen; welchen B. haben Sie?; keinen festen B. haben; sie hat einen B. mit sitzender Beschäftigung; ihr übt euren B. gewissenhaft, erfolgreich, mit Lust und Liebe aus; sie betreiben das Fotografieren als B. (als Mittel zum Erwerb, nicht als Liebhaberei) ; sie verstehen ihren B.; seinen B. ernst nehmen, lieben; er vernachlässigt seinen B.; er hat seinen B. verfehlt (er hat den falschen Beruf ergriffen) ; seinen B. wechseln, umg. an den Nagel hängen (aufgeben) einem B. nachgehen; nur seinem B. leben; nach jahrelanger Krankheit war er seinem B. entfremdet; auf einen B. hinsteuern; jmdn., sich auf einen B. vorbereiten; Leute aus den verschiedensten Berufen; jmdn., sich für einen B. vorbilden; für einen B. besonders geeignet, befähigt sein; d. Arbeit, Anerkennung im B.; jmdn., sich in einem B. aus-, weiterbilden, qualifizieren; er steht schon lange im B., ist erst kurze Zeit in seinem B. tätig; in seinem B. gut vorankommen, viel leisten, große Erfolge erringen; er kennt sich in seinem B. aus; sie geht ganz in ihrem B. auf; in keinem Beruf hatte er ausgehalten Viebig Berl. Novellen 153; der B. des Arztes ist ein B. mit hohen Anforderungen; sie ist ohne B. (sie übt keinen Beruf aus) ; er war Bäcker von B. (er hatte Bäcker als Beruf gelernt) ; wir müssen von Berufs wegen (beruflich) viel lesen; Kenntnisse und Fleiß gehören zu jedem B.; er hatte sich /Dat./ die Medizin zum B. gewählt; d. Liebe, Treue zum B.
2. /Pl. ungebräuchl./ veraltend geh. Berufung, Lebensaufgabe: der geschichtliche B. eines Volkes; es sei Beruf, Bestimmung, Aufgabe jedes Menschen, sich vielseitig, alle seine Anlagen zu entwickeln Marx-Engels Dt. Ideologie 300; er fühlte den B. zum Dichter in sich; seine Buben … haben wenig Beruf (Eignung) für die Schreiberei H. Kurz Sonnenwirt 196

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