Auftreten, das; -s, /ohne Pl./
Benehmen, Haltung: er beeindruckte durch sein gewandtes, weltmännisches, sicheres, festes, entschiedenes, forsches A.; sein schroffes, verletzendes, großsprecherisches, prahlerisches A. stieß viele ab; Sein Auftreten wirkte nicht besonders schneidig H. Mann 4,332 (Untertan)

auftreten(er tritt auf,) trat auf, ist aufgetreten
1. Theater auf der Bühne erscheinen, sich zeigen
a) auf die Bühne treten, Ggs. abgehen: Faust, von der Seite rechts auftretend; er trat auf und sprach den berühmten Monolog;
b) als Schauspieler tätig sein: als Gast, auf einer Provinzbühne als Falstaff a.; er war nicht in der Lage, heute aufzutreten; sie wird bald (wieder) a. können; jedes Auftreten des Künstlers war ein Triumph;
2. /übertr./
a) in Erscheinung treten: in einem Prozeß als Kläger, Zeuge a.; in einem Streit als Vermittler, Gegner a.; in einer Versammlung als Redner a.; auf dem Markt als Käufer, Konkurrent a.; mit einer Ansicht, Lehre, Forderung, Frage a.; (in der Öffentlichkeit) diktatorisch, herausfordernd, energisch a.; gegen etw., jmdn. a.; etw., jmdn. angreifen: gegen die Atombewaffnung, gegen einen Plan, gegen jmdn. scharf, öffentlich a.;
b) sich in einer besonderen Art benehmen: bescheiden, selbstbewußt, standesgemäß a.; in Gesellschaft sicher und angemessen a.;
c) auftauchen: Schwierigkeiten, Gefahren, Probleme sind plötzlich bei dem Bau aufgetreten; vorkommen: die Diphtherie tritt zur Zeit kaum noch als Epidemie auf; diese Krankheit tritt nur selten auf; Kupfer, Steinsalz ist in unserer Gegend noch nicht aufgetreten; diese Pflanze tritt in (mehreren) Abarten auf;
3. den Fuß aufsetzen: er trat leise, vorsichtig auf, damit niemand erwachte; fest, laut a. er hat sich /Dat./ den Fuß verstaucht und kann nicht a.; er versuchte trotz der Schmerzen, mit dem linken Fuß aufzutreten

auf-,

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