Öde, die; -, -n
1. öde, unbebaute Gegend: eine trostlose weite, grenzenlose, unendliche Ö. lag vor ihm; eine Ö. von Schnee und Eis; einsamer und eisiger als die Öden, in denen ich Einsamkeit und Eiseskälte erfahren habe Bergengr. Feuerprobe 54
2. /Pl. ungebräuchl./ Verlassenheit, Einsamkeit: die Ö. des Zimmers; in dem Saal herrschte Ö. (er war leer)
3. /Pl. ungebräuchl./ abwertend Langweiligkeit: die Ö. der Tage, eines Lebens ohne Arbeit; unerträgliche geistige Ö.;

öd(e) /Adj./
1. wenig ertragreich und daher unbebaut: eine ö. Gegend, Küste, Wüste, Wildnis; ö. Land; ö. Felsen; man sah nur ö. Sand; die Gegend lag ö., ö. und leer, trostlos und ö., unwirtlich und ö. da;
2. verlassen, menschenleer: sein ö. Zimmer; mitten auf dem ö. Platz wartete ein Hund; auf einem ö. Bahnsteig stehen; das Haus lag ö. und verlassen da, war ö. und leer, war dunkel und ö.; Der Alte hatte unterdessen einen Gang durch den schon öde gewordenen Saal gemacht E. T. A. Hoffm. 3,197 (Serapionsbrüder) ; jmd. hat ein ö. (leeres, flaues) Gefühl im Magen
3. abwertend langweilig, inhaltslos: ein ö. Leben; ein ö. Buch, Gespräch, Geschwätz, Theaterstück; ein paar ö. Bemerkungen machen; ein Dasein ohne Arbeit erscheint mir ö.; die Zeit ohne dich war mir sehr ö.; es gibt nichts Öderes als so einen Nachmittag; in ihm war es ö. (gefühllos) und leer geistlos: so ein ö. Kerl!; eine ö. Gesellschaft; Er teilt nun die Gesellschaft des öden Jacomet und einiger ebenso öden Juristen und Garnisonsoffiziere Werfel Bernadette 433

Ode, die; -, -n
griech.ernstes, feierliches, lyrisches Gedicht, das in freien Rhythmen erhabene Stoffe und die von ihnen ausgelösten Gefühle in gehobener Sprache darstellt: eine O. von Klopstock; die Oden von Horaz;

Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) …