wamsen

GrammatikVerb
Worttrennungwam-sen
Wortbildung mit ›wamsen‹ als Letztglied: ↗durchwamsen
eWDG, 1977

Bedeutung

salopp jmdn. prügeln
Beispiel:
er hat ihn (tüchtig) gewamst
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wams · wamsen
Wams n. enganliegende Männerjacke mit Schoß (2. Hälfte 14. Jh.), mhd. wambeis, wambīs, wambas, wambes ‘unter der Rüstung, unter dem Panzer getragenes Untergewand’ (um 1200), mnd. wambois, wambōs, wammis, mnl. wambaes, wambeis, wambois, wambuus, wammes, nl. wambuis wird als Wort der mittelalterlichen Rittermode aus afrz. gambais, wambais ‘gefüttertes Kleidungsstück unter dem Panzer’ entlehnt (latinisiert zu mlat. wambasium). Dies beruht wohl (vgl. FEW 17, 499) auf einer Entlehnung von got. ahd. anfrk. wamba ‘Bauch’ (s. ↗Wamme), weitergebildet in Anlehnung an afrz. (selten) bambais ‘Baumwolle’, aus spätlat. bambax (woraus ahd. bambas ‘Wams’, 11./12. Jh.), griech. (spät) pámbax (πάμβαξ) ‘Baumwolle’ (s. ↗Bombast); vgl. auch griech. bómbyx (βόμβυξ) ‘Seidenraupe’. Mit der Weiterentwicklung der Kleidermode wird Wams seit der 2. Hälfte des 14. Jhs. ein Teil der bürgerlichen Kleidung (s. oben, heute nur noch in Volkstrachten üblich), bis es im 18. Jh. durch die ärmellose ↗Weste (s. d.) verdrängt wird. wamsen Vb. ‘prügeln’ (18. Jh.), dafür auch jmdm. das Wams ausklopfen (ebenfalls 18. Jh.). Heute meist verwamsen (19. Jh.).
Zitationshilfe
„wamsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/wamsen>, abgerufen am 22.10.2019.

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