vorübergehen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungvo-rü-ber-ge-hen · vor-über-ge-hen (computergeneriert)
Wortzerlegungvorüber-gehen
Wortbildung mit ›vorübergehen‹ als Grundform: ↗vorübergehend
eWDG, 1977

Bedeutung

siehe auch vorübergehend
1.
an jmdm., etw. vorübergehenauf eine Person, Sache zugehen, neben dieser hergehen und wieder von ihr weggehen, vorbeigehen
Beispiele:
er ging rasch, ohne Gruß an uns vorüber
ich gehe täglich an diesem Haus vorüber
sie ist gleichgültig, achtlos an den Schaufenstern vorübergegangen
bildlich
Beispiele:
die Krankheit ist an ihm, die Sorgen sind an seinem Gesicht nicht spurlos vorübergegangen
möge dieser Kelch an mir vorübergehen! (= möge ich vor diesem schweren Schicksal bewahrt bleiben!)
übertragen etw. unbeachtet lassen, übergehen
Beispiel:
man kann an den Tatsachen, diesem Ereignis nicht vorübergehen
umgangssprachlich im Vorübergehennebenbei, beiläufig
Beispiel:
etw. nur (so) im Vorübergehen bemerken, erwähnen
2.
vergehen, zu Ende gehen, vorbeigehen
Beispiele:
der Winter, Urlaub, das Gewitter ging schnell vorüber
der Schmerz, Anfall ging rasch vorüber
er ließ diese Gelegenheit ungenutzt vorübergehen
seine Schnallenschuhe, die einer vorübergegangenen Mode angehörten [StormImmensee1,3]

Thesaurus

Synonymgruppe
nicht für die Ewigkeit (sein) · ↗vergehen · ↗vorbeigehen · vorübergehen · zu Ende gehen · zum Ende kommen  ●  ↗(sich) legen  ugs.
Synonymgruppe
passieren · ↗vorbeigehen (an) · vorübergehen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anfall Augenblick Flaute Hausse Kelch Konjunkturflaute Konjunkturschwäche Passant Rezession Spuk Turbulenz Wirtschaftsflaute Wirtschaftskrise Zeitlauf achselzuckend achtlos aneinander draußen folgenlos gehen gleichgültig grußlos klanglos schweigend spurlos teilnahmslos unbeachtet unbemerkt ungenutzt wortlos

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vorübergehen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber spurlos geht das nicht an mir vorüber, es belastet mich sehr.
Bild, 10.08.2005
Aber natürlich soll ihr Tod an ihm nicht so ganz spurlos vorübergehen.
Der Tagesspiegel, 09.02.1998
Die Sprache geht unverständlich am Ohr des vierten Mannes vorüber.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 194
Laß den Kopf nicht hängen, es wird schon alles gut vorübergehen.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 01.12.1939, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Vor allem ist sie an der tschechischen Literatur achtlos vorübergegangen.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 462
Zitationshilfe
„vorübergehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/vorübergehen>, abgerufen am 24.08.2019.

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