versimpeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-sim-peln
Grundformsimpel
eWDG, 1977

Bedeutung

etw. übermäßig vereinfachen, sodass es dumm und primitiv wirkt
Beispiele:
wer popularisiert, muss darauf achten, dass er nicht vulgarisiert oder versimpelt
etw. zum Extrem versimpeln und verflachen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber auf keinen Fall will ich etwas versimpeln, nur um eine schöne Geschichte zu haben.
Der Tagesspiegel, 16.01.2002
Könnte es sein, daß wir uns vor anderen und vor uns selbst auf eine Weise präsentieren, die versimpelt, verzerrt und provoziert?
Die Zeit, 20.02.1995, Nr. 08
Aber das in langen Diskussionen erarbeitete Papier läßt sich eben nicht auf die banale Formel versimpeln, der Friede sei wichtiger als alles andere.
Der Spiegel, 18.07.1988
Alle versimpeln und nehmen den Sturm in ihrem Glase Wasser als Taifun.
Die Welt, 18.05.2000
Weder steht uns in Haarmann der Mensch »in primitivster Rohnatur« (Lessing) gegenüber noch lassen sich die NS-Verbrechen auf »Haarmänner ohne Zahl« (Hrdlicka) versimpeln.
konkret, 1995
Zitationshilfe
„versimpeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/versimpeln>, abgerufen am 25.06.2019.

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