verschusseln

GrammatikVerb
Worttrennungver-schus-seln
Grundformschusseln
eWDG, 1977

Bedeutung

salopp, abwertend etw. verschusselngedankenlos, nachlässig handeln
a)
etw. verlegen
Beispiel:
einen Brief, die Unterlagen verschusseln
b)
etw. zu tun vergessen
Beispiel:
ich habe verschusselt, dir das mitzuteilen

Thesaurus

Synonymgruppe
(einer Sache) verlustig gehen · ↗verlegen · ↗verlieren  ●  ↗verbaseln  ugs., regional · ↗verbummeln  ugs. · ↗verdusseln  ugs. · verklüngeln  ugs. · ↗verkramen  ugs. · ↗verschlampen  ugs. · ↗verschludern  ugs. · verschluren  ugs., rheinisch · ↗verschmeißen  ugs., bair. · verschusseln  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Solange der Sturm wettmacht, was die Abwehr verschusselt, ist letztlich alles gut.
Süddeutsche Zeitung, 06.03.2000
Wir verschusseln, wo die Schlüssel sind, wir vergessen einen Namen oder zwei.
Der Tagesspiegel, 08.07.1999
Der Idiot ist diesmal Akademiker, dafür aber kurzsichtig, weltfremd und total verschusselt.
Die Zeit, 03.04.1987, Nr. 15
Es könnte so schön sein, wenn man nicht mal wieder verschusselt hätte, rechtzeitig Karten zu besorgen.
Die Welt, 28.05.2005
So hat es auch die erste DPMI-Spezifikation verschusselt, dieses Rechentalent zu berücksichtigen.
C't, 1992, Nr. 3
Zitationshilfe
„verschusseln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/verschusseln>, abgerufen am 14.10.2019.

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