verschönern

GrammatikVerb
Worttrennungver-schö-nern (computergeneriert)
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

Synonym zu verschönen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schön · Schönheit · schönen · verschönen · verschönern · beschönigen · Schöngeist · schöngeistig · schöntun
schön Adj. ‘in jeder Hinsicht gut anzusehen, wohlgefällig, bewundernswert’, ahd. scōni ‘ansehnlich, glänzend, rein, herrlich, gut, angenehm’ (8. Jh.), mhd. schœn(e), auch ‘schonend, freundlich’, asächs. skōni, mnd. schȫn(e), mnl. scōne, nl. schoon, afries. skēne, aengl. scīene, scēne, engl. (poetisch) sheen, anord. (als zweites Kompositionsglied) -skjōni, got. skauns oder skauneis ‘anmutig’ (germ. *skauni-) ist ein mit dem Suffix ie. bzw. germ. -ni- gebildetes Verbaladjektiv zu der unter ↗schauen (s. d.) genannten Wurzel ie. *(s)keu- ‘worauf achten, beobachten, schauen’. Auszugehen ist von einer Bedeutung ‘sichtbar, anschaubar’, die sich zu ‘ansehnlich’ und ‘gut, angenehm’ (auch von Gehörseindrücken) weiterentwickelt. Der Bezug des Wortes auf den vom humanistischen Bildungsideal geprägten ästhetischen Bereich, vgl. Fügungen wie schöne Künste (frz. les beaux-arts), schöne Wissenschaften (frz. les belles-lettres), schöne Literatur, erfolgt im 18. Jh. Zum alten adverbiellen Gebrauch s. ↗schon. Schönheit f. ‘das Schönsein, das Schöne’, mhd. schœnheit, schōnheit ‘Herrlichkeit, Pracht, Zierde, Schmuck, Unterhaltung, Festlichkeit’. schönen Vb. vornehmlich fachsprachlich ‘Färbungen verbessern, Wein klären’ (19. Jh.); nur selten ‘schönmachen, verschönern’, ahd. scōnen (um 800), scōnōn (9. Jh.), mhd. schœnen ‘schönmachen, schmücken, verherrlichen’; dafür heute verschönen Vb. mhd. verschœ̄nen, oder verschönern Vb. ‘schöner machen’ (17. Jh.). beschönigen Vb. ‘etw. weniger schwerwiegend, günstig darstellen’ (18. Jh.), älter beschönen, mhd. beschœnen ‘schönmachen, entschuldigen, rechtfertigen’. Schöngeist m. ‘wer von den schönen Künsten begeistert ist’ (18. Jh.), nach frz. bel esprit, bald auch ironisch; älter schöner Geist (17. Jh.); dazu schöngeistig Adj. (Anfang 19. Jh.), schöngeistige Schriften (19. Jh.). schöntun Vb. ‘freundlich sein, schmeicheln’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
ausschmücken · ↗dekorieren · ↗drapieren · ↗garnieren · ↗herausputzen · ↗herausstaffieren · optisch aufwerten · ↗schmücken · ↗schönmachen · verschönern · ↗verzieren · ↗zieren  ●  ↗aufbrezeln  ugs. · ↗aufputzen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alltag Ambiente Antlitz Außenanlage Balkon Bilanz Dasein Eck Eingangsbereich Fassade Grünanlage Grünfläche Heim Klassenzimmer Lebensabend Ortsbild Park Spielplatz Stadtbild Straßenbild Terrasse Wohnumfeld begrünen bereichern modernisieren renovieren restaurieren umbauen umgestalten vergrößern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verschönern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer nicht so prominent ist, kann immerhin die eigene WG mit dem ovalen Möbel verschönern;
Süddeutsche Zeitung, 27.10.2000
Außerdem sollen kulturelle Exporte natürlich auch das Image der Stadt draußen verschönern.
Die Zeit, 28.04.1978, Nr. 18
Und niemand rührte die Hand, etwas zu ändern, etwas zu verschönern.
Heyking, Elisabeth von: Briefe, die ihn nicht erreichten. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 5816
Es war gänzlich schmucklos, weil Schmuck verteuerte, ohne zu verschönern.
Penzoldt, Ernst: Die Powenzbande, Darmstadt: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1960 [1930], S. 64
Nicht immer hat diese Haut aus Metall nur den Zweck, verschönernd zu wirken.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 296
Zitationshilfe
„verschönern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/verschönern>, abgerufen am 21.10.2019.

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