verloren

Grammatikpartizipiales Adjektiv
Worttrennungver-lo-ren
Grundformverlieren
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2016

Bedeutungen

1.
entsprechend der Bedeutung von verlierenQuelle: DWDS, 2016
2.
dem Verderben preisgegeben, zum Untergang bestimmt; nicht mehr zu retten

Thesaurus

Synonymgruppe
entschwunden · ↗fort · hat sich verflüchtigt · nicht auffindbar · nicht aufzufinden · nicht zu finden · spurlos verschwunden · ↗unauffindbar · verloren · verloren gegangen · vermisst (werden) · ↗verschollen · verschwunden · vom Winde verweht · von jemandem fehlt jede Spur  ●  ↗weg  Hauptform · (sich) in Luft aufgelöst haben  ugs. · abhanden gekommen  ugs. · ↗dahin  geh. · ↗flöten  ugs. · flöten gegangen  ugs. · ↗futsch  ugs. · futschikato  ugs., scherzhaft · ↗hops  ugs. · ↗perdu  ugs., franz. · ↗sonst wo  ugs. · verschütt gegangen  ugs. · von Windows verweht  ugs., scherzhaft · wie vom Erdboden verschluckt  ugs. · wie weggeblasen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
preisgegeben · verloren
Assoziationen
Synonymgruppe
(für immer) verloren · ↗unrettbar (dahin) · ↗unwiederbringlich
Assoziationen
Synonymgruppe
ein hoffnungsloser Fall (sein) · ↗erledigt (sein) · verloren (sein)  ●  bald weg vom Fenster (sein)  ugs. · ↗geliefert (sein)  ugs.
Assoziationen
  • auf verlorenem Posten (stehen) · ↗aussichtslos · ↗ausweglos · ↗chancenlos · ↗hoffnungslos · verbaut · ↗verfahren  ●  festgefahren  fig. · in einer Sackgasse  fig.
  • (ein) hoffnungsloser Fall (sein) · (jemand ist) nicht zu retten · (jemandem ist) nicht zu helfen
  • (er) gehört mir · (etwas) gegen jemanden in der Hand haben  ●  (jemanden) am Arsch haben  derb · (jemanden) am Wickel haben  ugs. · ↗(jemanden) drankriegen  ugs. · (sich) jemanden kaufen  ugs.
  • (mit jemandem) fertig sein  ●  (bei jemandem) ausgespielt haben  fig. · es sich mit jemandem verscherzt haben  variabel · (bei jemandem) abgemeldet sein  ugs., fig. · (bei jemandem) unten durch sein  ugs., fig. · (bei jemandem) verschissen haben  derb
Synonymgruppe
hilflos · verloren · weiß sich nicht zu helfen  ●  ↗aufgeschmissen  ugs.
Assoziationen
  • außer Fassung · ↗entgeistert · ↗fassungslos · geschockt · ↗ratlos · schockiert · ↗verständnislos · wie vom Schlag getroffen  ●  ↗(ganz) durcheinander  ugs., fig. · (ganz) von den Socken  ugs. · (jemandem) bleibt die Spucke weg  ugs., fig. · (jemanden) trifft der Schlag  ugs., fig. · dazu fällt jemandem nichts mehr ein  ugs. · die Welt nicht mehr verstehen  ugs. · erstaunten Auges (humor. altertümelnd)  geh. · ↗konsterniert  geh. · ↗verdattert  ugs. · wie vor den Kopf geschlagen  ugs.
  • HILO  Jargon · hilflose Person  Jargon
  • (auch) nicht (mehr) weiterwissen · (es ist) keine Lösung in Sicht (für) · (sich) keinen Rat wissen · (sich) nicht mehr zu helfen wissen · keine Lösung (parat) haben · mit seiner Weisheit am Ende sein · nicht wissen, was man machen soll · nicht wissen, was zu tun ist · passen müssen  ●  (Da) ist guter Rat teuer.  sprichwörtlich · keine Antwort(en) haben auf  fig. · ratlos sein  Hauptform · (dastehen / aussehen) wie eine Kuh wenn's donnert  ugs. · (sich) die Haare raufen  ugs., fig. · ↗(zu etwas) fällt einem nichts (mehr) ein  ugs. · Was tun, sprach Zeus.  ugs., Spruch · kein Patentrezept haben  ugs., fig. · mit seinem Latein am Ende (sein)  ugs., fig. · nackt in den Erbsen stehen  ugs., fig. · sein Pulver verschossen haben  ugs., fig. · und da(nn) verließen sie ihn  ugs., Spruch · und jetzt?  ugs., variabel
  • vergesslich · ↗zerstreut  ●  (ein) zerstreuter Professor (humor. Klischee)  ugs. · ↗schusselig  ugs. · ↗schusslig  ugs. · ↗trottelig  ugs. · tüddelig  ugs., norddeutsch · ↗tüdelig  ugs.
Synonymgruppe
am Ende (sein) · ↗aufgeschmissen · ausgespielt haben · ↗erledigt · ↗geliefert  ●  am Arsch  derb · gefickt  vulg. · im Arsch  derb · verloren (sein)  geh. · ↗verratzt  ugs.
Assoziationen
  • (es) geht nicht mehr (weiter) · (es) ging nicht mehr (weiter) · (jemanden) verlassen die Kräfte · kann nicht mehr (weiter) · keine Kraft mehr haben · nichts geht mehr  ●  (jemandem) geht die Puste aus  ugs.
  • nichts geht mehr (Roulette)  ●  rien ne va plus  franz.
  • auf verlorenem Posten (stehen) · ↗aussichtslos · ↗ausweglos · ↗chancenlos · ↗hoffnungslos · verbaut · ↗verfahren  ●  festgefahren  fig. · in einer Sackgasse  fig.
  • das bedeutet das Aus  ●  das Spiel ist aus  fig. · da ist nichts mehr zu machen  ugs. · das ist das Aus  ugs. · das war's dann  ugs. · das war's dann wohl (für)  ugs. · die Sache ist gelaufen  ugs. · wir sind geliefert  ugs.
  • (von vornherein) zum Scheitern verurteilt · ↗Makulatur · hoffnungsloses Unterfangen · ↗illusorisch · keine Option · keinen Sinn haben · keinen Sinn machen · keinen Sinn und Zweck haben · keinen Zweck haben · nicht realisierbar · nichts zu machen sein · ohne Aussicht auf Erfolg · ohne Sinn und Zweck · ↗sinnlos · ↗unsinnig · ↗vergeblich · zu nichts führen · ↗zwecklos  ●  (ein) tot geborenes Kind  fig. · (ein) totgeborenes Kind  fig. · ↗aussichtslos  Hauptform · (das) kannst du vergessen  ugs. · (gut) für die Tonne  ugs. · bringt nichts  ugs. · führt zu nichts  ugs. · für den Arsch  vulg. · für die Katz  ugs. · hat keinen Wert  ugs., ruhrdt. · ↗umsonst  ugs. · ↗witzlos  ugs. · zu nichts gut sein  ugs.
  • am Ende sein  ●  am Boden liegen  fig. · ausgespielt haben  fig. · erledigt sein  ugs.
  • (jemandes) Möglichkeiten sind erschöpft · alles versucht haben · an seine Grenzen gelangen · an seine Grenzen stoßen · nicht weiterkommen · sein (persönliches) Limit erreichen
  • (bereits) am (oberen) Anschlag · (da) ist Feierabend · (das) Äußerste sein · (die) absolute Obergrenze sein · am oberen Limit (sein) · besser geht es nicht · das Maximum (darstellen) · das war mein letztes Wort · mehr gibt es nicht · mehr ist nicht drin · mehr ist nicht zu holen · mehr sitzt nicht drin · nichts mehr zu holen  ●  (das) Ende der Fahnenstange sein  fig. · (es ist) alles ausgereizt  ugs. · alles ausgereizt haben  ugs. · das höchste der Gefühle (sein)  ugs. · mehr geht (einfach) nicht  ugs., Hauptform · voll ausgereizt sein  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bundestagswahl Ehre Endspiel Finale Generation Groschen Haufen Heimat Illusion Kindheit Krieg Landtagswahl Liebesmüh Marktanteil Ostgebiet Paradies Posten Schatz Schlacht Seele Sohn Terrain Unschuld Vertrauen WM-Finale Wette Zuschuß Zweikampf gegangen geglaubt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verloren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für das Land mit seinen Problemen ist 2004 bereits ein verlorenes Jahr.
Der Tagesspiegel, 26.06.2004
Wer dieses Trio ins Spielen kommen lässt, ist auf verlorenem Posten.
Die Welt, 30.04.2004
Ich wich ihm gern aus; denn er schien damals ein verlorener Mann zu sein.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 4736
Mit einem verlorenen Ausdruck in den Augen spazierte er unter die Bäume hinaus.
Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 317
Die Mutter wollte nicht, sie sagte, es sei verlorene Zeit, wenn man kein Geld habe, gäbe es keine Ausbildung.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 6824
Zitationshilfe
„verloren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/verloren>, abgerufen am 19.10.2019.

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