verhauchen

GrammatikVerb · verhauchte, hat/ist verhaucht
Worttrennungver-hau-chen (computergeneriert)
Grundformhauchen
eWDG, 1977

Bedeutung

gehoben, verhüllend
mit Hilfsverb ›hat‹
etw. aushauchen
Beispiel:
seinen Geist, die Seele, das Leben verhauchen (= sterben)
mit Hilfsverb ›ist‹
übertragen etw. verhauchtetw. vergeht, stirbt
Beispiel:
das Flämmchen verhauchte (ging aus)

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sanft läßt sie die Augen glühen und verhaucht jedes Wort.
Die Zeit, 04.09.1995, Nr. 36
Er kann winseln wie ein Kind, greinen wie ein Greis, er kann Pianissimo verhauchen und Fortissimo brüllen.
Süddeutsche Zeitung, 24.09.1994
Die Musiker trugen alles, was verhaucht, was wehmütig verhallt, sich schmerzlich verströmt, absolut homogen vor.
Süddeutsche Zeitung, 06.11.2002
Am Ende verhaucht ein letzter Flötenton (Bettina Lange) friedvoll, überirdisch.
Der Tagesspiegel, 14.09.2004
Und Chris Hinze, der niederländische Flötenvirtuose und Jazzcrack vergangener Zeitalter, blies dazu in eine seiner Flöten, tonlos, verhaucht, mit wallendem Hall auf dem Atemgeräusch.
Die Welt, 27.12.2002
Zitationshilfe
„verhauchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/verhauchen>, abgerufen am 21.10.2019.

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