verdrücken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-drü-cken (computergeneriert)
Wortzerlegungver-drücken
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
etw. zerdrücken, zerknittern
Beispiel:
ein Kleid, den Stoff verdrücken
2.
umgangssprachlich eine große Menge von etw. essen
Beispiel:
in kurzer Zeit hatte er drei Bockwürste verdrückt
3.
umgangssprachlich sich verdrückensich unauffällig, heimlich entfernen
Beispiele:
sie verdrückte sich ins andere Zimmer, in die Küche, in eine Seitenstraße
er hat sich im rechten Augenblick, leise verdrückt

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) einverleiben · (sich) gütlich tun (an) · (sich) zu Gemüte führen · Nahrung aufnehmen · ↗essen · ↗speisen · ↗verkosten · ↗verschmausen · ↗verspeisen · zu Munde führen  ●  Essen fassen  ugs. · ↗einnehmen (Mahlzeit)  geh. · ↗fressen  derb · ↗futtern  ugs. · in sich hineinschaufeln  ugs. · ↗mampfen  ugs. · ↗spachteln  ugs. · verdrücken  ugs. · ↗vernaschen  ugs. · ↗verputzen  ugs. · ↗verspachteln  ugs. · ↗weghauen  ugs. · ↗wegputzen  ugs. · wegspachteln  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Banane Bier Bratwurst Brot Brötchen Bundestrainer Busch Currywurst Ecke Freudenträne Frühstück Hamburger Kabine Pause Portion Schokolade Steak Torte Träne Unmenge Wurst Würstchen gerne gleich heimlich lieb lieber mal still unbemerkt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verdrücken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Speist nur eine bekannte Person mit uns, verdrücken wir ein Drittel mehr als ohne sie.
Die Zeit, 25.03.2013, Nr. 12
Triumphierend eilt der Verkäufer davon, die Dame verdrückt sich in die Oper.
Süddeutsche Zeitung, 09.07.1999
Nicht aber vergaß der Herr, sich mit einem schmissigen Heil Hitler zu verdrücken.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 445
In den Brunnen flüchten möchte der Froschkönig, doch seine Dame und die Hexe auch hindern ihn, sich zu verdrücken.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 434
Dann hat Meck, der noch nicht bei Besinnung war, dem andern geraten, sich zu verdrücken und morgen Franz zu suchen.
Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz, Olten: Walter 1961 [1929], S. 114
Zitationshilfe
„verdrücken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/verdrücken>, abgerufen am 25.05.2019.

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