verdünnen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-dün-nen
formal verwandt mitdünn
Wortbildung mit ›verdünnen‹ als Erstglied: ↗Verdünner
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
bes. von flüssigen Substanzen   durch Zugabe bes. von Wasser den Grad der Konzentration vermindern; dünnflüssig machen
2.
a)
nach einem Ende zu dünner werden lassen
b)
sich verjüngen
3.
seltener ausdünnen
4.
Militär, Jargon Truppen (in einem Gebiet) verringern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dünn · verdünnen
dünn Adj. ‘nicht dick, mager, schmal, schwach’, ahd. thunni ‘zart, schmal, schwach, dünn’ (8. Jh.), mhd. dünne ‘dünn, zart, seicht’, asächs. thunni ‘dünn, still, untief’, mnd. dünne, mnl. dunne, nl. dun, aengl. þynne ‘dünn, mager, flüssig, schwach, arm’, engl. thin, anord. þunnr, schwed. tunn (germ. *þunwi-, wohl aus *þenu-), außergerm. aind. tanúḥ ‘dünn, klein, schwächlich’, lat. tenuis ‘dünn, fein, zart’, griech. tanaós (ταναός) ‘gestreckt, ausgedehnt, weit, lang’, aslaw. tьnъkъ ‘fein, zart’, russ. tónkij (тонкий) ‘dünn, fein, schlank’. Alle Adjektivbildungen gehören zur Wurzel ie. *ten- ‘dehnen, ziehen, spannen’ (s. ↗dehnen) und bedeuten eigentlich ‘lang gedehnt’. verdünnen Vb. ‘dünn, flüssig machen’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
verdünnen · versetzen mit  ●  ↗verwässern  auch figurativ
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alkohol Blut Gas Getränk Gift Kaffee Konsistenz Konzentration Luft Meer Meerwasser Milch Probe Regen Salzwasser Schadstoff Substanz Säure Terpentinöl Trinkstärke Tropfen Uran Urin Wasser Wein Wolke verdichten verdünnen vermischen vorbeugen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verdünnen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und ein deutscher Professor rät, belastete Eier mit unbelasteten zu mischen - dann wäre das Gift so verdünnt wie im Essen üblich.
Die Zeit, 09.01.2011 (online)
Das verdünnt das Blut, es fließt leichter durch die Adern.
Der Tagesspiegel, 13.10.2002
Indem sie sich auf alle möglichen Gebiete des Lebens bezieht, verdünnt sie sich.
Schuh, Franz: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 75
Die fertige Stärke sieht glasig aus und muß je nach dem Gewebe verdünnt werden.
o. A.: Das Lexikon der Hausfrau, Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 300
Ich kann sie auch verdicken oder verdünnen, je nach Bedarf.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 155
Zitationshilfe
„verdünnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/verdünnen>, abgerufen am 23.10.2019.

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