verabsäumen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-ab-säu-men (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

papierdeutsch etw. versäumen, versäumen, etw. zu tun
Beispiele:
er verabsäumte es, eine Frage zu stellen, für das Geschenk zu danken
er hatte seine Pflichten gegen seine Mitarbeiter verabsäumt

Thesaurus

Synonymgruppe
verfehlen · ↗vergessen · ↗verpassen · ↗versäumen · ↗übersehen  ●  nicht mitbekommen  ugs. · verabsäumen  geh., Papierdeutsch · ↗verbaseln  ugs., regional · ↗verpennen  ugs. · ↗verschlafen  ugs. · ↗verschwitzen  ugs.
Assoziationen
  • (sich) nicht erinnern (an) · nicht denken an · ↗vergessen  ●  (jemandem) entfallen (sein)  geh. · (jemandem) nicht erinnerlich (sein)  geh. · (sich einer Sache) nicht entsinnen können  geh. · aus den Augen verlieren  ugs. · ↗verbummeln  ugs. · ↗verschwitzen  ugs.
  • (einer Sache) verlustig gehen · ↗verlegen · ↗verlieren  ●  ↗verbaseln  ugs., regional · ↗verbummeln  ugs. · ↗verdusseln  ugs. · verklüngeln  ugs. · ↗verkramen  ugs. · ↗verschlampen  ugs. · ↗verschludern  ugs. · verschluren  ugs., rheinisch · ↗verschmeißen  ugs., bair. · ↗verschusseln  ugs.
  • (etwas) verbummelt haben · (etwas) verkramt haben · (etwas) verlegt haben · (etwas) verschlampt haben · (etwas) verschusselt haben

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gelegenheit Pflicht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verabsäumen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Trotz des Überflusses von Ärzten am Ort ist hier verabsäumt worden, die richtige Diagnose zu stellen.
Die Zeit, 02.09.1948, Nr. 36
Die rot-grüne Regierung hat es fahrlässig verabsäumt, die überfälligen Strukturreformen anzugehen.
Der Tagesspiegel, 21.04.2002
Es war bald vergriffen und ich verabsäumte leider wieder einmal, rechtzeitig für die Bearbeitung der Neuauflage zu sorgen.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
In der Eile hatte man verabsäumt, das Rad aus den Lagern zu heben.
Stehr, Hermann: Der Heiligenhof, München: List 1952 [1918], S. 212
Ein Staatsmann, der diese Pflicht verabsäumt, versündigt sich an seinem Volk.
o. A.: Einhundertfünfundachtzigster Tag. Mittwoch, 24. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 18138
Zitationshilfe
„verabsäumen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/verabsäumen>, abgerufen am 16.10.2019.

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