variabel

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungva-ri-abel · va-ria-bel (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortzerlegungvariieren-abel
Wortbildung mit ›variabel‹ als Letztglied: ↗invariabel · ↗zinsvariabel  ·  mit ›variabel‹ als Grundform: ↗Variabilität · ↗Variable
eWDG, 1976

Bedeutung

wandelbar, abwandelbar, veränderlich
Beispiele:
variable Kombinationen in der Damenmode
dieses Kostüm ist vielseitig variabel
variable Einzelmöbel
ein Theater mit variabler Bühne
Sport im Hallenhandball zeigte sich die Mannschaft sehr variabel im Wurf
Sport ein Spiel variabel gestalten
Mathematik, Physik eine variable Größe
Mathematik, Physik ein variabler Wert
Marxismus variables Kapital (= Arbeitskraft)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

variieren · variabel · Variante · Variation
variieren Vb. ‘abwandeln, geringfügig ändern, durch kleine Veränderungen unterschiedlich, abwechslungsreich gestalten’, auch ‘sich ändern, sich unterschiedlich verhalten, von Gleichartigem (in geringem Maße) abweichen, anders, verschieden sein’, entlehnt (Anfang 16. Jh., in intransitiver Verwendung Mitte 16. Jh.) unter Einfluß von gleichbed. afrz. frz. varier, aus lat. variāre ‘Mannigfaltigkeit, Abwechslung in etw. bringen, verändern, bunt machen, verschieden, bunt sein, (ab)wechseln, veränderlich sein’, zu lat. varius ‘mannigfaltig, bunt, abwechselnd, verschiedenartig’. Im Dt. erscheint das Verb zunächst in der Form varir(e)n, varieren, seit dem 17. Jh. variiren (von der 2. Hälfte des 19. Jhs. an variieren geschrieben), anfangs als grammatischer Terminus ‘morphologisch abwandeln, flektieren’, dann bald allgemeiner, oft mit Bezug auf Musik, bildende Kunst oder Literatur. variabel Adj. ‘veränderlich, wandelbar, wechselnd, schwankend’ (allgemein seit 2. Hälfte 19. Jh., vorher besonders vom Wind ‘wechselnd, unbeständig’, Mitte 17. Jh., von Menschen ‘wankelmütig, launenhaft’, Anfang 17. Jh.), Entlehnung aus afrz. frz. variable ‘veränderlich, wechselnd, unbeständig’, spätlat. variābilis ‘veränderlich’; zu lat. variāre (s. oben). Variante f. ‘leicht veränderte Form innerhalb eines Typus, Abwandlung, Abweichung, Spielart’, zunächst Fachausdruck der Textkritik für ‘abweichende Lesart einer Textstelle bei mehreren Fassungen des Textes’ (2. Hälfte 18. Jh.), nach gleichbed. frz. variante, dem substantivierten Femininum von mfrz. frz. variant ‘wechselhaft, unbeständig’, lat. variāns (Genitiv variantis), Part. Präs. von lat. variāre. Variation f. ‘Veränderung, Abwandlung, das Abgewandelte’ (2. Hälfte 16. Jh.), aus lat. variātio (Genitiv variātiōnis) ‘Verschiedenheit, Veränderung’; anfangs ‘Abwandlung des Ausdrucks’ in der Stilistik und ‘Flexion’ in der Grammatik, seit Anfang des 17. Jhs. Gestaltungsprinzip in der Musik ‘melodische, harmonische oder rhythmische Abwandlung eines musikalischen Abschnitts, eines Themas’, dann (2. Hälfte 18. Jh.) auf andere Bereiche übertragen, seit der 2. Hälfte des 19. Jhs. speziell in der Biologie ‘Abweichung von der ererbten Form der betreffenden Art’.

Thesaurus

Synonymgruppe
abwandelbar · ↗beweglich · ↗mutabel · variabel · ↗veränderbar · ↗veränderlich · ↗wandelbar  ●  ↗fluid  geh. · ↗variant  geh.
Assoziationen
  • Befindlichkeit · ↗Konstitution · ↗Stand · ↗Status · ↗Verfassung · ↗Zustand
  • abdingbar · durch (eine) abweichende Regelung ersetzbar · durch freie Vereinbarung veränderbar · kein Muss · mit Öffnungsklausel · nicht zwingend (vorgeschrieben)
  • (das) muss nicht (unbedingt) so bleiben · nicht für die Ewigkeit (gedacht) · nicht unabänderlich · nicht unumstößlich  ●  nicht in Beton gegossen  ugs., fig. · nicht in Stein gemeißelt  ugs., fig.
Antonyme
Synonymgruppe
agil · ↗behänd(e) · ↗beweglich · ↗biegsam · ↗elastisch · ↗flexibel · ↗flink · ↗gelenkig · ↗lebhaft · ↗leichtfüßig · ↗mobil · ↗regsam · variabel · ↗wendig  ●  ↗gewandt  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angriffsspiel Bitrate Durchschnittskosten Gehaltsanteil Gehaltsbestandteil Geometrie Innenraum Kofferraum Komponente Kraftverteilung Kupon Laderaum Metrum Nockenwellenverstellung Rücksitzbank Steuerzeit Turbinengeometrie Ventilsteuerung Vergütung Vergütungsanteil Vergütungsbestandteil Vergütungskomponente Vergütungssystem Verzinsung Zinssatz einsetzbar fix stufenlos verzinslich verzinst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›variabel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber wer will mit Vans schon rasen - variabel sollen sie sein.
Die Welt, 14.01.2006
Sparen läßt sich nur anteilig an den 20 variablen Kosten.
Süddeutsche Zeitung, 22.08.1996
Sie gibt damit die relative Verwertung des variablen Kapitals an.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - W. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 21679
Während diese sehr einheitlich sind, erweisen sich jene als außerordentlich variabel.
Frisch, Karl von: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 340
Die Elemente sind variabel und können immer anders gruppiert werden.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 263
Zitationshilfe
„variabel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/variabel>, abgerufen am 18.10.2019.

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