unversöhnlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-ver-söhn-lich (computergeneriert)
Wortbildung mit ›unversöhnlich‹ als Erstglied: ↗Unversöhnlichkeit
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
nicht zur Versöhnung bereit, sich nicht versöhnen lassend
Beispiele:
unversöhnliche Feinde
(gegen jmdn.) unversöhnlich sein
er blieb unversöhnlich trotz allen Bittens
eine unversöhnliche Feindschaft
ein unversöhnlicher Hass
2.
unüberbrückbar, keinen Ausgleich zulassend
Beispiele:
ein unversöhnlicher Gegensatz
Überall standen Kapital und Arbeit einander unversöhnlich gegenüber [Engels-Biographie83]
3.
kompromisslos, konsequent
Beispiele:
durch unversöhnlichen Klassenkampf für die Ziele des Proletariats einzutreten [Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung5,61]
weil wir ... vom Geist unversöhnlicher Parteilichkeit gegenüber der bürgerlichen Ideologie ausgingen [Soziologie im Soz.102]

Thesaurus

Synonymgruppe
entzweit · ↗feindlich · feindlich gesinnt (gegen) · ↗feindselig · ↗hasserfüllt · ↗spinnefeind (Verstärkung) · unversöhnlich · verfeindet · von Hass erfüllt · übelwollend  ●  ↗animos  lat.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abneigung Antagonismus Antipode Feind Feindschaft Gegensatz Gegner Gegnerin Gegnerschaft Haltung Haß Interessengegensatz Klassengegensatz Konfrontation Lager Rivalität Standpunkt Widersacher Widerspruch aufeinanderprallen aufeinandertreffen erscheinend gegenüberstehen gegenüberstehend kontrovers minder nebeneinanderstehen scheinbar scheinend schroff

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unversöhnlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Warum sind die beiden Teile einer Nation immer noch unversöhnlich miteinander?
Die Welt, 31.08.2004
Sie gingen unversöhnlich auseinander, aber daß sie überhaupt beieinander gesessen hatten, war das eigentliche Ereignis.
Süddeutsche Zeitung, 14.08.1997
Wie ist die Luft unversöhnlich um sie gestellt, ein Wind, ein Frost, jedes für sich.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 183
Die Spannung ist um so unversöhnlicher, je überweltlicher und gleichzeitig je heiliger der prophetisch verkündete Gott vorgestellt wird.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 339
Der dogmatische Gott, der Gott der Bibel, ist ungerecht, grausam, unversöhnlich.
Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8953
Zitationshilfe
„unversöhnlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/unversöhnlich>, abgerufen am 26.06.2019.

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