unterkriechen

GrammatikVerb · kroch unter, ist untergekrochen
Aussprache
Worttrennungun-ter-krie-chen (computergeneriert)
Wortzerlegungunter-kriechen
eWDG, 1976

Bedeutung

salopp an einer bestimmten Stelle Schutz, Zuflucht suchen und finden
Beispiele:
[das] Hotel, in dem sie alle untergekrochen waren [KoeppenTod23]
Großmutter Hardekopf kroch ... wegen der bitteren Kälte bei ihrer Tochter unter [BredelSöhne157]
ich kroch wieder bei einem kleinen Meister unter (= fand eine Anstellung) [WelkGrambauer123]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Freundin Verwandter irgendwo kriechen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unterkriechen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In Wirklichkeit allerdings will er nur wieder bei der Mutter unterkriechen.
Süddeutsche Zeitung, 15.03.2004
In diesem Loch, in diesem Berg, so viel sei gewiss, sei das Böse untergekrochen.
Die Welt, 03.02.2001
Aber vielleicht kriecht man wirklich mal wieder unter in einem Geschäft mit hundertvierzig oder hundertsechzig.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 1, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 161
Ein Platzregen machte mich springen - ich sah einen alten, hohlen Baum - und da kroch ich unter.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 14568
Selbst der heimatloseste Weltenbummler sucht sich einen Winkel Familienleben, wo er unterkriechen kann.
Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 1601
Zitationshilfe
„unterkriechen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/unterkriechen>, abgerufen am 22.05.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
unterkötig
Unterkörper
unterkomplex
Unterkommission
unterkommen
unterkriegen
unterkritzeln
unterkühlen
unterkühlt
Unterkühlung