unstet

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-stet (computergeneriert)
Wortbildung mit ›unstet‹ als Erstglied: ↗unstetig
eWDG, 1976

Bedeutung

gehoben von innerer Unrast, Unruhe getrieben
Beispiele:
ein unstetes Leben führen
ein unsteter Mensch
jmd. hat ein unstetes Wesen, einen unsteten (= ruhelosen) Blick
jmd. ist unstet
unstet im Zimmer auf und ab gehen
unstet umherblicken
Unstet, von immer neuen Gedanken getrieben, durchzog er in jungen Jahren das Land [Sibylle1962]

Thesaurus

Synonymgruppe
floatend · ↗flüchtig · frei flottierend · nicht durchgängig (zu beobachten) · nicht in der Konstanz · nicht kalkulierbar · nicht kontinuierlich · nicht persistent · nicht verlässlich · nicht vorhersehbar · schwankend · ↗sporadisch · ↗sprunghaft · ↗unbeständig · unstet · vagabundierend · ↗volatil  ●  mal so, mal so  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
anfällig · ↗instabil · ↗labil · ↗launenhaft · ↗launisch · nicht stabil · ↗ruhelos · ↗unbeständig · unkonstant · ↗unsicher · unstet · ↗wandelbar · ↗wechselhaft  ●  durch den Wind (sein)  ugs.
Assoziationen
  • Auf und Ab der Gefühle · Wechselbad der Gefühle · emotionale Achterbahn(fahrt) (journal.)  ●  Achterbahn(fahrt) der Gefühle  fig.
  • angespannt · aufgeregt · ↗nervös · überreizt
Synonymgruppe
inkonsequent · ↗launenhaft · mal so, mal so · schwanken wie ein Rohr im Wind · schwankend · unstet · ↗wankelmütig  ●  (ein) schwankendes Rohr (im Wind)  fig. · (ein) schwankes Rohr  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
flatterhaft · ↗sprunghaft · ↗unbeständig · unstet  ●  ↗flippig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abenteurer Dasein Drang Erwerbsbiografie Erwerbsbiographie Erwerbsverlauf Flackern Geist Geselle Kindheit Künstlerleben Leben Lebensführung Lebenswandel Lebensweise Privatleben Wanderer Wanderleben Wanderschaft Wesen flackernd flüchtig launisch nervös rastlos schwankend unberechenbar unruhig unsicher wandern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unstet‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der junge Student irrte unstet von einer Wissenschaft zur anderen.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 201
Die Zufriedenheit kennen nur wenige, sind unstet und viele denken nur an sich.
Die Welt, 23.11.2001
Doch dies war sie nicht; vielmehr wirkte sie wahllos, beiläufig, unstet.
Die Zeit, 13.05.1994, Nr. 20
Scholaren zogen ihm auf seinem unsteten Weg nach und bildeten um ihn eine Schule.
Borst, Arno: Religiöse und geistige Bewegungen im Hochmittelalter. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7670
Er feierte unstet und wild und nur unter Männern, doch ohne den Sohn.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 617
Zitationshilfe
„unstet“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/unstet>, abgerufen am 25.06.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Unstern
Unsterblichkeitsglauben
Unsterblichkeitsglaube
Unsterblichkeitsgedanke
Unsterblichkeit
unstetig
Unstetigkeit
Unstetigkeitsstelle
unstillbar
unstimmig