unkenntlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-kennt-lich (computergeneriert)
Wortbildung mit ›unkenntlich‹ als Erstglied: ↗Unkenntlichkeit
eWDG, 1976

Bedeutung

so entstellt, so verändert, dass etw., jmd. nicht wiederzuerkennen ist
Beispiel:
sein Gesicht war durch den Unfall unkenntlich geworden
etw., jmdn., sich unkenntlich machen
Beispiele:
die Schminke hat ihr Gesicht unkenntlich gemacht
[der Bote] bat um einen Schnurrbart, mit dem Toller sich unkenntlich machen wollte [DurieuxTür221]
so undeutlich, dass es mit dem Auge kaum wahrzunehmen ist
Beispiel:
die Schrift war durch das Alter fast unkenntlich geworden
unbestimmt, undefinierbar
Beispiel:
Eine unkenntliche Masse verschiedener Gemüse kochte darin [BenderinErkundungen6]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gesicht Gestalt Körper Leiche fast gemacht geworden machen möglichst nahezu

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unkenntlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie vergaßen, einen unbeteiligten Mann auf einem der 21 Fotos unkenntlich zu machen.
Bild, 29.09.2004
Ein elektronischer Brief, der gelöscht wird, kann unkenntlich sein - muß es aber nicht.
Die Welt, 11.05.1999
Nicht zuletzt sollten nach 1850 die vier häuslichen Wände selber unkenntlich werden.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 404
Und doch würde auch unser Geruch in diesem Dickicht enthalten sein, unkenntlich, aber vorhanden.
Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 144
Meist sind sie durch die Zweideutigkeit unkenntlich gemacht, aber doch bekannt.
Heidegger, Martin: Sein und Zeit, Tübingen: Niemeyer 1986 [1927], S. 374
Zitationshilfe
„unkenntlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/unkenntlich>, abgerufen am 16.06.2019.

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