ungezügelt

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-ge-zü-gelt (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

zügellos, maßlos, ohne Selbstdisziplin
Beispiele:
ein ungezügeltes Temperament
ungezügelte Leidenschaften
ein ungezügelter Haß
ungezügelte Begierden, Gelüste
ein ungezügelter Schaffensdrang
jmd. benimmt sich wild und ungezügelt
jetzt brach es ungezügelt aus ihm hervor [WeiskopfAbschied v. Frieden1,195]

Thesaurus

Synonymgruppe
enthemmt · ↗hemmungslos · ↗unbändig · ↗ungebärdig · ↗ungehemmt · ungezügelt
Assoziationen
Synonymgruppe
(es gibt) kein Halten mehr · aufgeregt · ↗ausgelassen · ↗hemmungslos · mit Überschwang · ↗orgiastisch · ↗stürmisch · ↗ungestüm · ↗ungezähmt · ungezügelt · ↗wild · ↗zügellos · ↗übermütig · ↗überschwänglich  ●  überschäumend  fig. · ↗aufgekratzt  ugs. · außer Rand und Band  ugs. · ↗hibbelig  ugs. · ↗hippelig  ugs. · total aus dem Häuschen  ugs. · vom Teufel geritten  ugs. · völlig aus dem Häuschen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
aggressiv · aufbrausend · ↗cholerisch · ↗genervt · ↗hitzköpfig · ↗impulsiv · ↗jähzornig · leicht erregbar · ↗rasend · ↗reizbar · ↗tobsüchtig · ↗unbeherrscht · ↗ungeduldig · ungezügelt · ↗unkontrolliert · ↗wutentbrannt · ↗wütend · ↗zornig · ↗zügellos  ●  ↗exzitabel  fachspr., medizinisch, lat. · ↗fuchsteufelswild  ugs. · ↗furibund  fachspr., veraltet, lat. · ↗grantig  ugs. · ↗ungehalten  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Antonyme
  • ungezügelt
Synonymgruppe
furios · glühend · ↗heftig · ↗hitzig · ↗rasend · ↗stürmisch · ↗turbulent · ↗ungestüm · ↗unruhig · ↗wild  ●  ungezügelt  selten

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aggressivität Appetit Bauboom Bauwut Begierde Drang Egoismus Ehrgeiz Erotik Expansion Expansionsdrang Expansionspolitik Flächenexpansion Freihandel Frühkapitalismus Gier Hedonismus Kapitalismus Leidenschaft Machtwille Marktkraft Sinnlichkeit Spielfreude Temperament Trieb Wettrüsten Wildheit Wildwuchs Wirtschaftsliberalismus Zustrom

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ungezügelt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mir sind derlei Emotionen vertraut, jedoch entspricht ihr ungezügelter Ausdruck keineswegs meinem Temperament.
Die Welt, 29.08.2003
Im ungezügelten Denken darf es drunter und drüber gehen, im Raum ordnen sich die Dinge.
Süddeutsche Zeitung, 28.11.1998
Sein ungezügeltes Temperament beendete dieses Intermezzo nach zweieinhalb Monaten; er ging wieder nach Wien.
Nick, Edmund: Wolf. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1968], S. 19830
An dem ungezügelten kirchenpolitischen Handeln ging der Pietismus in H. zugrunde.
Adam, A.: Hessen. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 10337
Auch die ungezügelte Vermehrung der kurialen Beamten und des römischen Hofes gehören zu den Schattenseiten seiner Regierung.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 21267
Zitationshilfe
„ungezügelt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ungezügelt>, abgerufen am 19.04.2019.

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