ungemessen

GrammatikAdjektiv · häufig attributiv
Aussprache
Worttrennungun-ge-mes-sen
eWDG, 1976

Bedeutung

gehoben unermesslich, riesig
a)
zahlenmäßig, mengenmäßig sehr umfangreich
Beispiel:
ungemessene Reichtümer, Schätze, Summen
b)
von außergewöhnlichem Maß, Grad
Beispiel:
sein Ehrgeiz, seine ungemessene Ruhmsucht [B. FrankTrenck13]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Warum suchte der Mensch sein Schicksal und Wesen dort in der ungemessenen Ferne?
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das Gestirn des Paracelsus, München: J.F. Lehmanns 1964 [1921], S. 356
Beim nächsten Schritt konnten sie in diesen Abgrund und in eine ungemessene Tiefe stürzen.
Weismantel, Leo: Die höllische Trinität, Berlin: Union-Verl.1966 [1943], S. 198
Sie mußten ungemessenes Scharwerk leisten, standen unter dem Zwange des Abschiedsscheines und unterschieden sich kaum noch von den anderen Bauern.
Harmjanz, Heinrich: Ostpreußische Bauern, Königsberg: Reichsnährstand Verl. Ges. 1939 [1938], S. 66
Nichts ändert sich bei unserem Schritt, dort ist wie hier, vorhin wie jetzt und dann; in ungemessener Monotonie des Raumes ertrinkt die Zeit.
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2004
Eine Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Zustandes würde aber bedeuten, den einseitigen Einfluß Frankreichs an der Saar auf ungemessene Zeit zu belassen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1954]
Zitationshilfe
„ungemessen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ungemessen>, abgerufen am 19.08.2019.

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