ungebrochen

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-ge-bro-chen (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
trotz großer Leiden, Rückschläge nicht entmutigt oder erschüttert
Beispiel:
Ungebrochen starb Paul Schneider ... nach wochenlangen, viehischen Mißhandlungen durch die SS-Henker [Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung10,183]
trotz großer Leiden, Rückschläge nicht geschwächt
Beispiele:
mit ungebrochener Kraft, Energie von Neuem beginnen
sein Mut, Wille war stark und ungebrochen
2.
Physik
Beispiel:
ungebrochene (= nicht abgelenkte, nicht gebrochene) Lichtstrahlen, Schallwellen

Thesaurus

Synonymgruppe
anhaltend · ungebrochen · ↗ungetrübt
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fast drei Monate ist das nun her, und der Elan ist ungebrochen.
Die Welt, 21.03.2005
Der Trend zum Buch ist ungebrochen und das trotz konkurrierender elektronischer Medien.
Der Tagesspiegel, 13.10.1997
Bei alledem ist die Frau tapfer, geistig ungebrochen, nicht einmal verbittert.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1951. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1951], S. 125
Ungebrochen rechtfertigt er sein Tun und führt die Gründe dafür an.
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 112
Der Glaube an eine gerechte Vergeltung auf Erden ist hier noch ungebrochen.
Soden, Wolfram von: Der Nahe Osten im Altertum. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 22377
Zitationshilfe
„ungebrochen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ungebrochen>, abgerufen am 16.09.2019.

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