unfeierlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-fei-er-lich (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
wenig festlich, wenig feierlich
Beispiele:
das unfeierliche Essen, den Helm zwischen den Knien [RennAdel268]
die Premiere draußen auf dem Lande ... spielt sich recht unfeierlich ab [Tageszeitung1955]
2.
wenig würdevoll
Beispiel:
Jeanne hat einen ganz komischen und unfeierlichen Gedanken, als sie ihn [ihren Vater] so stehen sieht: Wie ein Schuljunge sieht er aus, der etwas verbrochen hat [JohoPeyrouton36]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In anderthalb Stunden war alles abgehaspelt, so unfeierlich als möglich.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1948. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1948], S. 891
Bei den antiken griechischen Dichtern selbst geht es dagegen ganz und gar unfeierlich, wunderbar nüchtern zu.
Süddeutsche Zeitung, 25.11.1995
Also auch hier beginnt das Feierliche und Verehrungswürdige mit einer niedrigen und durchaus unfeierlichen Funktion.
Welt und Wissen, 1929, Nr. 4, Bd. 18
Das Bild wirkt wie eine ganz unfeierliche Momentaufnahme, frei vom üblichen Begrüßungspathos großer Majestäten.
Die Welt, 09.02.2005
Eine von ihnen trägt bei dem feierlichen Marsch zu unfeierlichem Anlaß ein Gefäß mit einem Herzstärkungsmittel mit sich, die Angeklagte wird es brauchen.
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 195
Zitationshilfe
„unfeierlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/unfeierlich>, abgerufen am 20.05.2019.

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