unbeweglich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-be-weg-lich (computergeneriert)
Wortbildung mit ›unbeweglich‹ als Erstglied: ↗Unbeweglichkeit
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
so beschaffen, dass es nicht bewegt werden kann
a)
starr, steif
Beispiel:
ein unbewegliches Maschinenteil, Verbindungsstück, Gelenk
b)
unbewegliches Vermögen, BesitzGrundbesitz, Liegenschaft, Immobilien
Beispiele:
das unbewegliche Eigentum
unbeweglicher Nachlass
c)
ein unbewegliches Festein an einen festen Kalendertag gebundenes Fest
Beispiel:
Weihnachten ist ein unbewegliches Fest
2.
sich nicht bewegend, ohne Bewegung
a)
Beispiele:
er saß unbeweglich auf seinem Platz
sie stand eine Weile unbeweglich (still)
unbeweglich daliegen, in seiner Stellung verharren
mit unbeweglichen Lippen sprechen
An verschiedenen Stellen hing Regendunst scheinbar unbeweglich aus tiefen Wolken auf das Wasser herab [Hausm.Abschied76]
b)
starr und ausdruckslos
Beispiel:
mit unbeweglichem Gesicht, unbewglicher Miene zuhören
c)
übertragen
Beispiel:
er ist geistig sehr unbeweglich (= schwerfällig)

Thesaurus

Synonymgruppe
inflexibel · ↗starr · unbeweglich · ↗unbiegsam · ↗unflexibel
Assoziationen
Synonymgruppe
bewegungslos · feststehend · ↗immobil · ↗rigide · ↗starr · ↗statisch · ↗steif · unbeweglich · ↗unveränderlich

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antlitz Dinosaurier Gesichtsausdruck Habe Koloß Miene Riese Spermium Staatsapparat Tanker Vermögen Vermögenswert Wirtschaftsgut aufgebläht beweglich daliegen dasitzen faul hocken nahezu schwerfällig starr starren statisch steif stumm stur träge unbewegt verharren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unbeweglich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Zweige der Bäume biegen sich, nur Kurt Jara, 50, steht unbeweglich da.
Süddeutsche Zeitung, 12.10.2001
So stand es unbeweglich, mit geschlossenen Beinen, mit schlaff herabhängenden Armen.
Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 117
Weil man es so lange getan hat, sind ihre Argumente so steril und sie selbst so unbeweglich geworden.
Die Zeit, 16.02.1970, Nr. 07
Er sah sich weiter im Zimmer um, vergaß die unbeweglich wartende Schwester.
Dürrenmatt, Friedrich: Der Verdacht, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1965 [1953], S. 89
Nur der Priester blieb an der Wand stehen, unbeweglich wie bisher.
Jens, Walter: Nein, München: Piper 1968 [1950], S. 114
Zitationshilfe
„unbeweglich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/unbeweglich>, abgerufen am 19.05.2019.

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