unberechenbar

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-be-re-chen-bar (computergeneriert)
Wortzerlegungun-berechenbar
Wortbildung mit ›unberechenbar‹ als Erstglied: ↗Unberechenbarkeit
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
nicht durch Rechnen zu ermitteln, festzulegen
Beispiele:
der Schaden, Verlust ist unberechenbar (= unabsehbar)
mit der unberechenbaren Dauer einer Umseglung des Kap Horn [MietheGroße Fahrt93]
2.
im Voraus nicht zu bestimmen
a)
Beispiele:
unberechenbare Zufälle, Wechselfälle
Jedes Projekt ... erregt, weil es unberechenbare Möglichkeiten in sich enthält [St. ZweigBalzac94]
b)
im Denken, Empfinden sprunghaft, so geartet, dass man Verhalten und Reaktionen nicht voraussehen kann
Beispiele:
er ist ein unberechenbarer Mensch
im Zorn war er unberechenbar
Hanna war ... ein unberechenbares Temperament [FrischHomo faber56]

Thesaurus

Synonymgruppe
unberechenbar · ↗unkalkulierbar · unvorhersagbar  ●  nicht wissen, was jemand als Nächstes tut  ugs., variabel
Synonymgruppe
gefährlich · ↗tückisch · unberechenbar
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Choleriker Diktator Einzelkämpfer Exportpolitik Exzentriker Faktor Laune Monster Naturgewalt Populist Schwankung Störfaktor Wetter aufbrausend chaotisch eigensinnig gefährlich geräuschlos gewalttätig impulsiv instabil jähzornig launisch sprunghaft unbeherrscht undurchschaubar unstet unzuverlässig unübersichtlich willkürlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unberechenbar‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Je länger aber die Nachfolge offen bleibt, um so unberechenbarer wird die Entwicklung.
Der Tagesspiegel, 02.08.2002
Die unberechenbaren Dinge des Lebens kommen am teuersten zu stehen.
Süddeutsche Zeitung, 23.08.1997
Und da fragst Du schon wieder, wieso die Frauen unberechenbar seien?
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 08.09.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Eine freie Handlung muß doch unberechenbar sein und kann darum auch nicht vorausgewußt werden.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 1: Altertum und Mittelalter. In: Mathias Bertram (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1948], S. 4833
Aber so war sie damals, hochmütig, abweisend und unberechenbar, lange, bevor sie meine Frau wurde, meine erste Frau.
Lenz, Siegfried: Heimatmuseum, Hamburg: Hoffmann und Campe 1978, S. 61
Zitationshilfe
„unberechenbar“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/unberechenbar>, abgerufen am 23.05.2019.

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