unauffällig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-auf-fäl-lig (computergeneriert)
Wortbildung mit ›unauffällig‹ als Erstglied: ↗Unauffälligkeit
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
nicht auffällig, nicht den Blick auf sich ziehend
Beispiele:
eine unauffällige Farbe
Die Nachricht ist kleingedruckt und steht an einer unauffälligen Stelle [WerfelMusa Dagh114]
dezent
Beispiele:
ein unauffälliges Äußeres
eine unauffällige Eleganz
jmd. bemüht sich, unauffällig zu sein, unauffällig zu leben
Frau Rakitsch ... wunderbar hergerichtet in einer unauffälligen und ganz teuren Bluse [GaiserSchlußball57]
das blasse, unauffällige Mädchen (= das blasse, unscheinbare Mädchen) [Bergengr.Heiraten162]
2.
ohne von jmdm. bemerkt zu werden, von keinem bemerkt
Beispiele:
sein unauffälliges Verschwinden
sich unauffällig entfernen, zurückziehen
unauffällig ins Haus gelangen
jmdn. unauffällig beobachten
jmdm. unauffällig folgen
jmdm. etw. unauffällig geben, sagen
unauffällig auf ein Thema hinlenken

Thesaurus

Synonymgruppe
dezent · ↗diskret · ↗rücksichtsvoll · ↗schonend · ↗taktvoll · ↗unaufdringlich · unauffällig · ↗verhalten · ↗vorsichtig · ↗zurückhaltend  ●  ↗leise  fig. · zurückgenommen  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
harmlos · ↗konturlos · lieb und nett (aber...) · nicht besonders in Erscheinung tretend · ohne Ecken und Kanten · unauffällig · ↗unscheinbar · ↗unspektakulär  ●  nette(r) (Junge) von nebenan  variabel · ↗farblos  geh., fig. · nach nichts aussehen(d)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
matt · ↗schwach · ↗unaufdringlich · unauffällig · ↗verhalten
Assoziationen
Synonymgruppe
unauffällig · verdruckst · ↗verhuscht  ●  graue Maus  fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
banal · ohne Glanz und Gloria · ↗schmucklos · ↗trostlos · unauffällig · unglamourös  ●  ↗glanzlos  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dasein Eleganz Erscheinung Kleidung agieren agierend angepasst ansonsten auffällig aussehend benehmen bescheiden brav dahin diskret effektiv eher einfügen fleißig gekleidet kleiden leise möglichst ruhig still unscheinbar verhalten verrichten zurückhaltend äußerlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unauffällig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie sind, vermutlich eher unauffällig, jetzt auch bei den Events dabei.
Der Tagesspiegel, 14.09.2003
Der unauffällige Politiker wird warten, bis ihm eine Frage gestellt wird.
Süddeutsche Zeitung, 22.04.1998
Hier oben hätte man unauffällig ein Wort miteinander wechseln können.
Neue deutsche Literatur, 1953, Nr. 2, Bd. 1
Sie tat es auf eine unauffällige Weise, wie nur sie es vermag, solche Situationen zu retten.
Rinser, Luise: Mitte des Lebens, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1952 [1950], S. 20
Ihnen käme es bloß darauf an, sich unauffällig in großer Zahl zu versammeln.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 353
Zitationshilfe
„unauffällig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/unauffällig>, abgerufen am 19.06.2019.

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